Vernetzung

Netzwerk-Grundlagen: TCP/IP und Co

Das TCP/IP Protokoll wird sowohl für die Vernetzung im privaten LAN als auch für die Verbindungsaufnahme mit dem Internet verwendet. Zwar gibt es bei Windows auch noch andere Netzwerkprotokolle die mitgeliefert werden, aber in der Praxis hat sich TCP/IP auch in Heimnetzen als Standard durchgesetzt.

Das TCP/IP Protokoll wird sowohl für die Vernetzung im privaten LAN als auch für die Verbindungsaufnahme mit dem Internet verwendet. Zwar gibt es bei Windows auch noch andere Netzwerkprotokolle die mitgeliefert werden, aber in der Praxis hat sich TCP/IP auch in Heimnetzen als Standard durchgesetzt.

Der wichtigste Aspekt bei der Verwendung von TCP/IP ist die 'richtige' IP Adresse. Da stellt sich natürlich die Frage welche Adresse die richtige für den eigenen Rechner ist und wie man sie erhält.

Zunächst einmal muss mit einem weit verbreiteten Irrglauben aufgeräumt werden, laut dem eine IP Adresse einen Computer eindeutig in einem Netzwerk identifiziert. Das stimmt nicht: Tatsächlich identifiziert eine IP-Adresse ein Netzwerkinterface. Innerhalb eines Rechners ist das meist eine Netzwerkkarte, aber auch Router und andere Geräte können Netzwerkinterfaces haben. Obendrein kann ein gegebener Rechner natürlich auch mehrere Netzwerkinterfaces enthalten.

So ist das zum Beispiel bei den meisten PCs, die eine normale Netzwerkkarte fürs LAN haben und außerdem über eine Internetverbindung per ISDN (oder Modem) verfügen. Hier erfüllt die ISDN Karte aus Sicht des Netzwerkes ebenfalls weitestgehend den Zweck einer Netzwerkkarte.

Im Rahmen der Nutzung von IP-Adressen kann man aber großzügig über diese Tatsache hinwegsehen und trotzdem einfach behaupten das die IP-Adresse einen Rechner identifiziert, denn eigentlich ist das ja auch ihre Aufgabe. Hat ein Rechner zwei Netzwerkinterfaces, dann kann er eben auf zwei Arten identifiziert werden.

Immer wenn ein Datenpaket von einem Rechner zu einem anderen verschickt werden soll, dann wird der Empfänger des Paketes über die IP-Adresse seiner Netzwerkkarte identifiziert.

Ob die Identifizierung eines Rechners nun für den Transport von Daten im LAN oder für den Transport von Daten im Internet benötigt wird spielt keine Rolle, denn der Mechanismus ist immer der gleiche. Zumindest dann, wenn beide Rechner direkt mit dem Internet verbunden sind und keine weiteren Mechanismen zur Anwendung kommen.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen der Art und Weise in der IP Adressen im LAN verwendet werden zu der Art und Weise wie das im Internet der Fall ist: Im Internet muss man eine echte und zulässige Adresse verwenden, und diese Adresse muss einem auch gehören – zumindest für den Zeitraum der Internet-Sitzung. Im LAN ist das egal: Solange die Rechner des LANs nicht mit dem Internet in Verbindung stehen kann man dem eigenen Desktop ruhig die IP-Adresse von www.microsoft.com und dem eigenen Laptop die von www.suse.de zuordnen: So lange man nicht versucht mit diesen Adressen im Internet zu operieren macht das nicht das geringste Problem. Sinnvoll ist das darum natürlich trotzdem nicht.

Das bedeutet aber, das man im eigenen LAN die volle Kontrolle über die verwendeten IP Adressen hat, während man sich im Internet an die geltenden Regeln halten muss.

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