Was die Modding-Experten so alles in ihren Netbooks nachrüsten oder modifizieren, ist schlichtweg irre: mehr Speicher, Festplatte, fettere Akkus, GPS-Empfang, UKW-Sender, Modem, Temperatursensoren, TV-Empfang bis hin zum Umbau eines Displays zum Touchscreen.
Vieles davon kriegt man natürlich simpel hin, in dem man zusätzliche USB-Geräte an einem Netbook anschließt - USB-Buchsen haben alle Geräte ausreichend viele. Externe Geräte ruinieren allerdings die kompakten Ausmaße und die bequeme Mobilität eines Netbooks und sind damit nicht das Gelbe vom Ei.
Beim Modding geht es also darum, möglichst viele Extras noch direkt in ein Netbook-Gehäuse mit rein zu quetschen. Und erstaunlicherweise gibt es in diesen kompakten Dingern durchaus noch "viel Luft". Alle Weile wird ein neues "Eckchen" entdeckt, in das noch was reinpasst.
Das Grundprinzip ist dieses: erstmal wird ein handelsüblicher möglichst kompakter USB-Hub besorgt. Die Platine wird aus dem Gehäuse des Hubs rausgeholt um Platz zu sparen. Das reicht allerdings meist nicht. Im zweiten Schritt wird von der Hub-Platine dann noch alles weggesägt, was entbehrlich ist - selbst kompakte Platinen sind oft ein bisschen größer als eigentlich nötig. Die zurechtgesägte Hub-Platine wird dann in das Netbook reingemacht. Um internen Anschluss des Hubs muss eine USB-Buchse des Netbooks geopfert werden - sie wird intern mit dem Hub verdrahtet. Natürlich werden auch die USB-Buchsen von der Hub-Platine "abgelötet" - die brauchen zu viel Platz.
Im nächsten Schritt werden dann "USB-Geräte" wie beispielsweise ein Bluetooth-Stick rangenommen. Auch hier wird die Platine rausgeholt und der Stecker entfernt. Die Bluetooth-Platine kann dann im Netbook-Gehäuse verstaut und mit vier Drähten am internen USB-Hub verlötet werden.
Theoretisch muss man also kein Elektronik-Experte sein um ein Netbook zu erweitern. Der Witz besteht halt vor allem darin, geeignet kleine "USB-Platinen" zu finden, die sich im Netbook verstauen lassen.
Ehr hat sind natürlich wie Dinge, das Display eines Netbooks zum Touchscreen umzubauen. Im Internet gibt es viele Netbook-Modding-Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Beispielsweise hier:
http://beta.ivancover.com/wiki/index.php/Eee_PC_Internal_Upgrades - hier wird ein Netbook bis zum Anschlag aufgemotzt.
Das interne Aufpeppen eines Notebooks mit USB-Zeugs hat natürlich einen Haken. Die verbauten USB-Komponenten sind meist permanent aktiv, das Energie-Management eines Netbooks kümmert sich nicht um sie. Das bedeutet dann selbsterklärend eine Reduzierung der Akku-Laufzeit.