Namensauflösung in Netzwerken

DNS und WINS

Was passiert eigentlich, wenn man eine Adresse wie www.nickles.de in den Browser eintippt? Wenn man Glück hat, wird die Seite angezeigt! Dahinter stecken allerdings ausgeklügelte Mechanismen, um Rechner im Internet überhaupt zu finden. Das bekannteste System ist das DNS, das im Internet und auch in Windows-LANs eingesetzt wird. Daneben existieren noch einige weitere Möglichkeiten, um Ressourcen in Netzwerken zu finden. Wie Namensauflösung funktioniert zeigt dieser Beitrag. Von Burkhard Müller.

Namensauflösung
Mit IP-Adressen werden die Rechner im Internet angesprochen, nur lassen sich diese Zahlen schlecht merken. Es ist doch einfacher, einen sogenannten DNS-Namen wie www.nickles.de in den Browser einzutippen als 216.92.67.128. Dieser Name ist irgendwie der IP-Adresse zugeordnet. Allgemein wird die Zuordnung von Netzwerkadressen zu lesbaren Namen als Namensauflösung bezeichnet. Namensauflösung gibt es nicht nur in TCP/IP-Netzwerken, sondern auch in NetBIOS- oder IPX/SPX-Netzen.
Der DNS-Name ist eine eindeutige Bezeichnung für den Rechner. Er ist bis zu 255 Zeichen lang und enthält Buchstaben, Zahlen, den Unterstrich sowie den Punkt. Die einfachste Art diesen Namen einer IP-Adresse zuzuordnen besteht darin, beide in einer Datei einzutragen. Wird eine IP-Adresse zu einem Namen gesucht, sieht man einfach in dieser Datei nach. Diese Datei ist die hosts, die sich zum Beispiel bei allen NT/2000-Systemen in %systemroot%\system32\drivers\etc befindet (bei Unix in /etc/hosts):


Die Datei hosts ordnet IP-Adressen Namen zu.

Die Hosts liegt zentral auf einem Server und wird dort gewartet, d.h. es werden nur dort neue Einträge vorgenommen. Alle Clients müssen diese Datei möglichst oft laden um immer auf dem neuesten Stand zu sein.
Dieses System funktioniert wirklich so und kann in Netzwerken mit einigen 1000 Rechnern durchaus noch praktikabel sein. Es hat aber offensichtlich folgende Nachteile: Das Abholen der Hosts belastet das Netzwerk und ist zu umständlich. Der zentrale Server hat bei größeren Netzwerken ziemlich viel zu tun, außerdem ist keine Redundanz vorhanden: Fällt der zentrale Server aus, funktioniert das gesamte Netzwerk nicht mehr.
Es ist deshalb schon frühzeitig ein System geschaffen worden, dass diese Nachteile wenigstens teilweise beseitigt: das Domain Name System (DNS).

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