Moderne Testprogramme fassen beide Leistungstests zusammen, testen also sowohl Festplatten- als auch Controller-Leistung.
Das präzise Messen von Festplattenleistung ist eine sehr aufwendige Sache, es müssen viele verschiedene Übertragungssituationen mit unterschiedlich großen Datenmengen hergestellt werden. Entsprechend lang laufen professionelle Platten-Testtools, bis sie ihr Ergebnis ausspucken. Als Faustregel gilt: Je länger ein Festplatten-Testprogramm braucht, desto vertrauenswürdiger sind die Ergebnisse, die es liefert. Natürlich willst Du für Deine Tuning-Experimente ein Tool, das die Sache möglichst flott und möglichst zuverlässig erledigt. Ein guter Tipp ist das Shareware-Testprogramm HD-Tach von Tcdlabs (siehe Bild).
HD-Tach: Gutes Tool für brauchbare schnelle Resultate. Hier downzuloaden: http://www.tcdlabs.com
HD-Tach ermittelt folgende Werte, auf die es ankommt:
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Messfaktor
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Klartext
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Bemerkung
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Sequential Speed
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Lesegeschwindigkeit
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Das obere HD-Tach- Diagramm zeigt den Verlauf der Lesegeschwindigkeitsmessung an verschiedenen Plattenpositionen. HD-Tach misst stets die ganze Platte und nicht einzelne Partitionen. Aus dem »Sequential Speed«-Messverlauf wird die durchschnittliche Leseleistung ermittelt.
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Random Access Time
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Mittlere Zugriffszeit
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Hier wird die mittlere Zugriffszeit der Festplatte in ms gemessen. Je niedriger der ms-Wert, desto besser.
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Read Burst Speed
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Controller-System-Geschwindigkeit
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Hier wird die Leistung des Controller-Systems gemessen: also wie viele MByte pro Sekunde der Prozessor über den Controller bis zum RAM-Cache der Festplatte schaufeln kann.
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Read Speed Maximum
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Maximale Lesegeschwindigkeit
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Das ist die maximale Leseleistung, die von der Platte möglich war. Diesen Wert musst Du mit der Burst-Speed vergleichen: Sind Burst Speed und maximale Leseleistung gleich, dann besteht die Gefahr, dass Du einen Bremseffekt hast: Der Controller ist zu schlapp für die schnelle Platte. Je weiter Burst-Speed (also Controller-Leistung) gegenüber der Platten-Leseleisung voraus ist, desto zukunftssicherer ist Dein System hinsichtlich der Übertragungsleistung und desto geringer die Gefahr von Bremseffekten.
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Read Minimum Speed
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Minimale Lesegeschwindigkeit
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Die geringste Leseleistung, die gemessen wurde. Auch hier gilt: Ist die Platte viel schneller als der Controller, dann limitiert die Controller-Leistung auch die minimale Leseleistung der Platte. Die gemessene minimale Leistung sollte also möglichst geringer als die Burst-Speed sein, dann ist sichergestellt, dass kein Bremseffekt besteht.
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Read Average Speed
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Durchschnittliche Lesegeschwindigkeit
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Der entscheidende Wert: Aus »Maximum« und »Minimum« wird der Durchnitt berechnet – und damit hast Du die tatsächliche durchschnittliche Praxisleistung einer Platte im Klartext, weißt was rauskommt.
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CPU Utilization
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Prozessorbelastung
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Ebenfalls eine wichtige Sache, um die Qualität des Festplattensystems zu beurteilen. CPU Utilization gibt an, wie sehr der Prozessor bei Festplattenzugriffen belastet wird. Bei einem modernen PC – egal ob die, SarialATA oder SCSI – sollte die CPU-Belastung nicht über ca. 7 – 15 Prozent liegen.
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Ob Dein PC fit ist oder nicht, stellst Du dann anhand folgender Vergleichswerte fest:
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Übertragungsleistung
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Bemerkung
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10-15 MByte/s
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Schlecht. Das ist im neuen Jahrtausend nicht mehr zeitgemäß.
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15-25 MByte/s
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Gut. Das ist die typische Leistungsspanne der PC-Baujahre 1999/2000.
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25-35 MByte/s
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Sehr gut: Hier macht's Spaß.
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35 – N MByte/s
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Jedes Jahr wächst die Festplattenleistung um 30 bis 40 Prozent. Inzwischen erreichen flotte Platten rund 50 MByte/s.
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Nimmt man ein Serial-ATA-RAID-System in der schnellen RAID-0-Konfiguration (zwei S-ATA Maxtor-Festplatten mit je 120 GByte) mit dem Benchmark HDTach unter die Lupe, dann spuckt der Benchmark folgendes Ergebnis aus:
HDTach klärt auf: Ein S-ATA-Stripe-Set an einem Promise RAID-Controller ist deutlich langsamer als ein SCSI Ultra320-System.