Viele »geheime« Festplatten-Optionen sind nur über spezielle DOS-Tools zu erreichen.
Nach einigen ruhigen Jahren ist der Konfigurations-Wahnsinn bei Festplatten seit 2001 wieder mal so richtig ausgebrochen. Bei einer modernen Platte lassen sich zig interne Optionen einstellen. Intern heißt, die Optionen werden direkt in der Platte eingestellt – erst dann kommt der ganze BIOS- und Betriebssystem-Quatsch ins Spiel. Hier eine Zusammenfassung, was sich bei Platten intern so alles einstellen lässt:
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Festplatten-Einstellfaktor
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Bemerkung
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Kapzität
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Klingt zwar crazy, aber: Die Kapazität einer Platte lässt sich intern kastrieren. Aus einer 500-GByte-Platte wird dann beispielsweise ein 8-GByte-Modell. Solche Kastrierungs-Optionen sind die letzte Chance, um eine »große Platte« in einem uralten PC einzubauen, der nur »kleine Platten« kann – und Du keine Lust hast, irgendeinen riskanten Festplattentreiber zu verwenden (EzBIOS etc). Im Idealfall wird eine Platte natürlich immer auf volle Kapazität eingestellt, was in der Regel auch die Werkseinstellung ist. Dieser Einstellfaktor hat mit »Speed« also nichts zu tun.
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Cache-Verhalten
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Früher nur bekannt von SCSI, gibt es heute Optionen zum Einstellen des Cache-Verhaltens auch bei IDE- und S-ATA-Platten. Kritisch ist der Schreibcache (Write Cache): Aktiviert bringt's viel mehr Leistung, aber bei einem Spontanstromausfall gehen die Daten im Plattencache verloren. Lese-Caches indessen können getrost eingeschaltet werden – das bringt mehr und schadet nicht. Achtung: Bei vielen Platten ist der Schreibcache werksmäßig aktiviert. Wer es schnell will, aktiviert alle Cache-Optionen.
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IDE-Betriebsmodus
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Aus Abwärtskompatibilitätsgründen kann der Betriebsmodus bei Platten oft manuell reduziert werden. Eine UltraDMA133-Platte (UDMA6) kann beispielsweise auf UltraDMA100 (UDMA5) runtergedrückt werden, wenn der Controller nicht mehr kann. Im Idealfall ist eine Platte auf den schnellstmöglichen Modus eingestellt, den auch der Controller hergibt. Auf jeden Fall solltest Du bei einer neu gekauften Platte immer abchecken, ob sie auf volle Pulle zurechtgemacht ist. Manchmal wählen die Hersteller vorsichtshalber »lahmere Modi« als Grundeinstellung, dann muss der höchste UDMA-Modus erst mit einem Tool vom Festplattenhersteller aktiviert werden. Samsung beispielsweise lieferte seine UDMA6 tauglichen Platten nur mit aktiviertem UDMA5 aus um Kompatibilitätsprobleme mit einigen Controllern zu vermeiden.
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Lautstärke
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Auch das Lautstärke-Leistungsverhalten lässt sich bei modernen Platten per Tool einstellen. Wer es ruhig mag wird mit diesen Optionen glücklich. Bei leisem Betrieb geht meist die mittlere Zugriffszeit runter
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Das sind die internen Grundoptionen, die sich bei jeder modernen Festplatte theoretisch einstellen lassen. Praktisch allerdings nur dann, wenn der Festplattenhersteller Dich über seine Tools an diese Optionen ranlässt. Ausgesprochen praktisch, einfach und klasse erledigt IBM die Sache: Ein einziges Tool aus dem IBM-Download-Bereich reicht aus, um alles bequem zu erledigen.
IBM (jetzt Hitachi-Festplatten) bietet alle internen Einstelloptionen komfortabel in einem mausbedienbaren DOS-Programm an. Die nötige Startdisk fertigt das IBM-Setup automatisch an. So muss es sein.