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PC selbst gemacht

REPORT: Der 99 Euro PC - Total-Maschine zum Spottpreis

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Es gibt immer mehr PCs in Haushalten und immer mehr PC-Anwender, die deren Leistung eigentlich gar nicht ausreizen beziehungsweise überhaupt brauchen. Wer im Internet-Surfen, Email und Office erledigen will, der braucht keinen "Monster-Tower" unter dem Tisch. Die PC-Hersteller haben längst erkannt, dass es zunehmend mehr Anwender gibt, die keine Höllenmaschine brauchen, sondern einen PC der seinen Zweck für alltägliche Aufgaben erfüllt. Ein paar Beispiele…

Dass selbst Notebooks für viele inzwischen eine Dosis zu viel sind, zeigt der enorme Erfolg der Netbook-PCs, der mit Asus EEE-PC-Modellen begann.

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Klein, leicht und auf das Wesentliche reduziert: die mobilen EEE-PCs von Asus haben einen Boom ausgelöst.

So ein portabler EEE-PC für rund 250-300 Euro hat beispielsweise 512-1024 MByte Arbeitsspeicher und 4 GByte Flash-Speicher - und kommt wie der Nickles 99 Euro PC, ebenfalls auch ohne Festplatte aus. Denoch lässt sich mit dieser Basis sehr gut arbeiten - egal ob das Ding mit Linux oder Windows XP betrieben wird. Im Fall von Linux ist der Desktop eines Netbooks  so arrangiert, dass auch ein Nur-Windows-Kenner sofort damit zurecht kommt. Genau das ist auch das Ziel beim 99 Euro PC Projekt, der selbstverständlich auf Linux basiert. Natürlich kann man es auch mit "Windows" machen (wenn man den Preis für ein neues Windows nicht mitrechnet). Das bringt aber generell mehr Nachteile als Vorteile, wie im Schwerpunkt hier gezeigt wird. Linux hat im Fall eines "Laufwerk-losen"-Rechners gravierende Vorteile.

Gegenüber einem rund 300 Euro teuren "Mini" hat unser 99 Euro Desktop-PC natürlich ebenfalls gravierende Vorteile: er ist extrem erweiterbar, hat mehr Arbeitsspeicher einen wesentlich schnelleren Prozessor und stärkere Grafik. Auch kann mühelos ein großes Display betrieben werden - mobile Mini-PCs haben nur eine vergleichweise mickrige Auflösung. Und letztenendes ist der 99 Euro PC natürlich auch nur ein Drittel so teuer wie ein durchschnittlicher "300 Euro"-Mini.

Abgesehen von mobilen Mini-PCs tut sich auch im Mini-Desktop-Bereich inzwischen einiges. Dell bietet inzwischen beispielsweise diese exterm kompakten Mini-Desktop-PCs an, die ähnlich wie Apple's "Kleinstmodelle" kaum größer als eine externe Festplatte sind:

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Dell's Studio Hybrid PCs. Klein, schick für die meisten Einsatzzwecke fett ausreichend. Die  "billigsten" Modelle gibt es ab 380 Euro. Dafür stecken dann eine preiswerte Celeron CPU mit ca 2,5  GHz Takt, 1 GByte RAM, 160 GByte Platte und ein CD/DVD-Brenner drinnen. Foto: http://www.dell.de

So ein Studio Hybrid PC von Dell ist schick, kostet mit über 300 Euro allerdings doch einen ganz schönen Brocken, ist also fast drei- viermal so teuer wie der Nickles 99 Euro PC.

Inzwischen gibt es von Asus auch die EEE-Box Mini-PCs. Hier wurde das Konzept der EEE-PC-Netbooks für Mini-Desktop-Rechner übertragen, als Prozessor wird ebenfalls ein Intel Atom Prozessor verbaut. So ein EEE-Box Ding kostet rund 270 Euro, ist also ebenfalls deutich teurer als ein "99 Euro PC".

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Asus EEE-Box. Kompakter Mini-PC für 270 Euro. Foto: Asus

Kurzum: Alle diese "Mini-PC" können recht wenig, sind nur begrenzt erweiterbar und nicht wirklich "billig".

Klar: Wir hätten auch einen 150 Euro PC bauen können und den mit Festplatte und DVD-Brenner ausstatten. Aber das wollten wir ausdrücklich nicht! Es ging drum, dem "Laufwerk"-losen PC ein System zu verpassen das alles bietet was es braucht und das jeden begeistert. Das Konzept des mobilen Asus EEE-PC und ähnlicher Minis wurde also für einen extrem billigen Desktop-PC umesetzt.



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