Leistung messen und verstehen

Festplatten-Power 2000

Egal wie schnell Prozessor und Grafikkarte sind, egal wieviel RAM ein PC drinnen hat: Wichtig für flüssiges, ruckelfreies Arbeiten ist die Festplattenleistung. Es ist enscheidend zu wissen, wieviel die Platten im PC bringen und ob ihre Werte noch zeitgemäß sind! Dieser Beitrag zeigt wie nachgemessen wird und welche Leistung jetzt aktuell ist. Von Michael Nickles

Nahezu alle bekannten Testprogramme funktionieren gleichermaßen gut, wenn es darum geht, zu überprüfen, wie sich auf einem PC Tuningmaßnahmen auf die Festplattenleistung auswirken. Für generelle Vergleiche verschiedener PC-Systeme mangelt es den Tests an Standards: Der eine Festplatten-Test ermittelt 23000 KByte/s, der andere 24200 KByte/s - derlei Schwankungen bei verschiedenen Testprogrammen sind normal. In Zusammenhang mit Festplatten fallen verschieden Übertragungsgeschwindigkeiten an. Hintergrund: Festplatten haben RAM als Cache drauf: Werden Dateien aus diesem Festplatten-RAM gelesen, dann geht das viel schneller als wenn sie von der Magnetscheibe gelesen werden müssen. Die Abbildung verdeutlicht das Zusammenspiel:


Die großen Unterschiede bei Festplattenmeßergebnissen begründen sich in der unterschiedlichen Weise, wie Testprogramme messen. Für die Praxis relevant ist die Messung vom Lesekopf bis zur CPU, also die echte Schreib-/Lesegeschwindigkeit (früher beispielsweise Norton Sysinfo). Diverse ältere Testtools wie Coretest testen nur die Busgeschwindigkeit zwischen dem Cache der Festplatte und dem Prozessor, also die Controller-Geschwindigkeit.

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