Hier zum Abschluss noch einmal eine Zusammenfassung der Punkte die beim TV-Ausgang IMMER kritisch sind. Generell solltest Du beim Kauf immer auf diese Dinge achten: Bildjustierung Das PC-Bild soll nicht nur irgendwie auf den Fernseher, sondern möglichst optimal: Das heißt bildfüllend, ohne schwarze Ränder drumrum. Bildfüllend also - aber nicht größer! Die PC-Bilddarstellung exakt auf den Fernseher zu bringen ist ein enormes Problem. Ältere Karten mit TV-Ausgang und externe VGA-TV-Converter-Module boten deshalb in der Regel zwei Modi: Entweder vollständiges Bild (mit komplettem Inhalt) oder gezoomten Modus (Bildgröße etwas größer als Fernsehbild, also bildfüllend aber am Rand beschnitten). Moderne VGA-Karten mit TV-Ausgang gehen präziser vor: Sie lassen ein exaktes Justieren des TV-Bilds vor - das geschieht meist im Grafikkarten-Einstelldialog. Günstigerweise können praktisch alle modernen Karten das Bild gleichzeitig auf dem Fernseher und dem PC-Monitor darstellen, aber genau dieses "Gleichzeitige" macht den nächsten großen Ärger! Gleichzeitige Bilddarstellung TV/Monitor Nicht nur wegen höllischem Flimmern, sonden noch aus einem anderen Grund: Ein Bild gleichzeitig über die VGA-Buchse und die TV-Out-Buchse einer Karte rauszulassen, ist inzwischen ein Standardfeature. Eine Karte, die das nicht kann, ist Blödsinn. Wer das erste Mal den TV-Ausgang einer modernen Karte aktiviert, sollte sich vorsichtshalber auf eine üble Überraschung gefaßt machen, die den Spaß an der Neuanschaffung ruckzuck versauen kann: Du wirst feststellen, daß in der Regel zwar alles klappt, auf der Verpackung der Grafikkarte allerdings ärgerliche Tatsachen verschwiegen (oder nicht klar ausgedrückt) wurden. Im blödesten Fall (der tritt leider fast immer ein) stellst Du beim Aktivieren eines TV-Ausgangs folgendes fest: Die Bildwiederholfrequenz "Bildwiederholfrequenz am PC-Monitor geht runter auf 50 Hz, es flimmert wie die Hölle. Grund: PAL-Fernseher arbeiten nur mit 50 Hz und die Karte ist nicht in der Lage, an ihrem TV-Ausgang und an der VGA-Buchse unterschiedliche Frequenzen auszugeben. Die Karte kann also nur "synchronen Frequenzbetrieb". Wird ein Signal für den Fernseher benötigt, dann muß es 50 Hz haben, also geht die VGA-Bildwiederholfrequenz ebenfalls runter auf 50 Hz. Laß es mich kurz machen: Wenn die ansonsten flimmerfreie PC-Darstellung wegen des TV-Ausgangs runterschaltet auf 50 Hz, dann wird das Arbeiten am PC zur Hölle, selbst kurze Einstellaktionen werden zur Quälerei. 3. Bildgröße TV und Monitor: Wenn ein Kartenhersteller ehrlich ist, dann verrät er Dir bereits auf der Verpackung, daß die TV-Ausgabe maximal bis Auflösung 800x600 möglich ist (wenn Du Pech hast, sogar nur mit geringeren Farbtiefen als 32 Bit!). Die Fähigkeit einer 3-D-Karte, Spiele mit höherer Auflösung als 800x600 zu fahren, wird damit natürlich zum Witz. Wenn ein Kartenhersteller wirklich ehrlich ist, dann verrät er Dir bereits auf der Verpackung noch weitere Einschränkungen beim TV-Modus: Nicht nur die Bildwiederholfrequenz muß nämlich meist synchron sein, sondern auch die Bildgröße auf TV und Monitor. Aktivierst Du den TV-Ausgang auf sein Maximum von 800x600, dann geht auch die Monitor-Darstellung runter auf 800x600. Die Hersteller haben dabei zwei Strategien: Entweder es wird am PC-Monitor direkt auf 800x600 Auflösung umgeschaltet, oder die Karte schaltet in einen "Scroll-Modus": Die zuvor eingestellte Bildgröße wird beibehalten, aber man kriegt nur einen verschiebbaren 800x600 großen Ausschnitt davon zu sehen. 4. CPU-Belastung bei TV-Ausgabe Absurd aber Tatsache: Bei einer beschissenen Grafikkarte wie der Matrox G450 kann die Aktivierung der TV-Ausgabe eine extreme Prozessor-Belastung bedeuten. Oder das TV-Bild ist zu langsam! Sowas ist weder ein Feature noch eine Selbstverständlichkeit sondern schlicht und ergreifend Mist. Deshalb: Wenn die TV-Ausgabe-Geschwindigkeit bei einer Karte nicht perfekt flutscht - Geld zurück! Michael Nickles Diskussion zum Beitrag Mehr zum Thema: |
Inhalt dieses Beitrags: 8. Macken kennen und vermeiden |

