Mit Linux ins Netz

Linux als Proxy-Server für Windows

Ein Internetzugang ermöglicht Zugriff auf unterschiedliche Dienste. Webseiten werden über das HTTP Protokoll erreicht, Dateien über FTP ausgetauscht, usw. usf. Sollen alle diese Dienste für alle am LAN angeschlossenen Rechner verfügbar gemacht werden, so müssen unterschiedliche Programme installiert und konfiguriert werden - für genau diesen Zweck eignet sich ein Linux-Server besonders gut, denn alle benötigten Programme sind vorhanden: Der folgenden Beitrag erläutert, wie man einen Linux Rechner als Proxy-Server zum Surfen unter Windows verwendet. Von Jürgen Bernau und Thomas Wölfer.

Zugang zum Web über Squid als Proxyserver
Sollen die Rechner im LAN auf Webseiten zugreifen können, so empfiehlt sich die Installation eines Proxyservers. Ein Proxyserver erhält alle Anfragen von allen Rechner im Lan, und reicht diese an den jeweiligen Zielrechner weiter. Die resultierenden Antwortseiten werden vom Proxy entgegengenommen - zumeist zwischengespeichert - und an den Rechner im LAN weitergeleitet. Bei einer solche Konfiguration kommuniziert ein Rechner im LAN also nie direkt mit einem Rechner im Internet, sondern nur mit dem Proxyserver. Das Proxy-Verfahren bietet unterschiedliche Vor- und Nachteile.

So kann eine Webseite zum Beispiel Inhalte haben, die sich nicht zwischenspeichern lassen, zum Beispiel Audio- oder Videoclips, oder bei einigen Inhalten ist eine Zwischenspeicherung unerwünscht: z.B. verschlüsselte Dokumente oder temporäre Seiten, die als Antwort auf Formulare generiert werden. Erstere Inhalte gehen einfach verloren. Der jeweilige Inhalt kann nicht angezeigt werden, letztere erkennt der Proxyserver selbstständig und verzichtet auf Zwischenspeicherung. An Vorteilen ist zu nennen, das ein Proxyserver die Sicherheit aller Rechner im LAN erhöht, da ein direkter Kontakt zwischen Rechern im LAN und Internet nicht stattfindet. Darüber hinaus läßt sich ein Proxy einfach in einen Firewall integrieren. Und nicht zuletzt verringert sich durch die Zwischenspeicherung ausserdem das Datenvolumen, daß tatsächlich über die Leitung geschickt werden muß.


Ist alles richtig installiert, nimmt man mit einer kleinen Client-Software von Windows aus die Verbindung auf.

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