Prozessoren - Daten, Fakten, Tipps

KNOWHOW: Prozessoren - Typen und Technik

Bei der Auswahl eines Prozessors kommt es heute kaum noch auf den Takt, seine GHz, an. Vielmehr muss auf die richtige Technik geachtet werden. Dieser Beitrag zeigt kurz und bündig, was Sache ist.

AMD und Intel haben es geschafft. Die alten Prozessorbezeichnungen wurden abgeschafft. Es gibt keine Chance mehr, anhand der CPU-Bezeichnungen abschätzen zu können, welche Leistung ein Prozessor bringt. Generell müssen diese CPU-Familien unterschieden werden:

Prozessorklasse

Tipp

32-Bit-Prozessoren

Die 32-Bit-Zeit ist rum. Seit 2006 sind CPUs mit 64 Bit angesagt. Selbst von Windows XP ist eine 64-Bit-Version erhältlich, Vista unterstützt 64-Bit-CPUs von Haus aus.

64-Bit-Prozessoren

In der Startzeit waren 64-Bit-Prozessoren recht uninteressant. Es gab zu wenig 64-Bit-Software und die Preise waren zu hoch. Das hat sich geändert. Wer 2006/2007 einen leistungsstarken PC haben will, der sollte sich unbedingt in der 64-Bit-Ecke umsehen.

Mehrkernprozessoren

Bild.

Seit 2005 fahren AMD und Intel die Strategie, die Rechenleistung zu erhöhen, indem mehrere CPUs in ein Gehäuse gepackt werden - aktuell typischerweise zwei (=Dualcore). Prozessoren werden also nicht mehr nur durch mehr Takt schneller. Sowohl Intel als auch AMD haben inzwischen Prozessoren, in denen mehrere Kerne stecken (=Multicore) eingeführt. Konkret: In einem Prozessorgehäuse werden zwei oder mehr Prozessoren untergebracht. Intels Schätzungen zufolge werden bereits Ende 2006 zwei Drittel aller Prozessoren mit mindestens zwei Kernen rechnen. Und damit ist noch lange nicht Schluss.

Für die Zukunft sind Prozessoren mit vier bis hin zu zwölf Kernen geplant. Intel bezeichnet seinen ersten Dualcore-Prozessor als Pentium D (D für dual), AMD nennt seine Doppelkern-Prozessoren Athlon 64 X2. Eine Dualcore-CPU sollte auf keinen Fall zu schnell angeschafft werden. Bei normalem Betrieb bringt so ein Ding nicht generell mehr als ein gewöhnlicher Prozessor mit einem Rechenkern. Erst durch angepasste Software kommen die zwei Kerne effektiv zum Einsatz.

Aus gutem Grund arbeitet Intel eng mit Spieleentwicklern zusammen, damit diese ihre Engines für Dualcore-Unterstützung klarmachen. Werden MEHRERE Programme gleichzeitig genutzt, dann kann ein Dualcore jetzt bereits effektiv genutzt werden. So kann sich der eine Kern voll um ein 3D-Spiel kümmern, während der andere beispielsweise ein Video codiert.

Ab 2007 werden bereits Prozessoren mit vier Rechenkernen den Massenmarkt erreichen.

CPUs mit Hyperthreading

Hyperthreading ist eine recht komische Sache. Im Prinzip ist es ähnlich wie bei "Mehrkernprozessoren", ein Prozessor wird "virtuell gespalten" und kann dann mehrere Dinge effektiver gleichzeitig erledigen. Im Fall eines Mehrkernprozessors können per Hyperthreading die vorhandenen Kerne ebenfalls in je zwei virtuelle Prozessoren aufgespaltet werden. Auch Mehrkernprozessoren gibt es mit Hyperthreading. Im Fall einer Doppelkern-CPU liegen dann vier virtuelle Prozessoren vor - das ist so ziemlich die leistungsstärkste und natürlich auch teuerste Variante.

Virtuelle Systeme per Vanderpool und Pacifica“.

Ein neues Rezept für mehr Leistung will Intel mit VT (Vanderpool Technology) bieten. VT teilt einen PC in mehrere virtuelle Systeme auf, die völlig unabhängig voneinander sind. Im Idealfall heißt das beispielsweise, auf einem PC mehrere Betriebssysteme wie Windows und Linux parallel laufen zu lassen. Schmiert ein System ab, kann es neu gebootet werden, während das andere System weiterläuft. Der Rechner wird also nicht komplett neu gestartet.

VT setzt natürlich speziell dafür ausgerichtete Prozessoren und Mainboard-Chipsätze voraus und auch Treiber und Software müssen mitspielen.

Seit 2006 bietet auch AMD Prozessoren mit Virtualisierungs-Technik an. Die wird bei AMD als "Secure Virtual Machine Architecture" / "Pacifica" bezeichnet.

Inzwischen gibt es viele CPUs mit Virtualisierungs-Technik, das ist aber nach wie vor eine Spielweise die noch nicht optimal ausgereizt ist.

Sparversionen

Sowohl Intel als auch AMD bieten vollwertige Prozessoren und kastrierte Sparversionen (Celeron und Sempron). Für Standardanwender reicht bereits so eine Sparversion fett aus, nur Spieler brauchen vollwertige "teurere" CPUs.

[2007]Schwierige Kalkulation - Jagd auf den Besten

Mit diesen Basistechniken eröffnet sich ein unüberschaubarer Spielraum beim Messen der Prozessorleistung. Ist ein 64-Bit-Prozessor mit hohem Takt bei "Quake 4" schneller als ein Doppelkernprozessor mit geringerem Takt? Bringt ein Pentium mit Hyperthreading mehr Leistung als ein AMD, der mehr Takt, aber dafür kein Hyperthreading hat? Welcher Prozessor bringt die meiste Leistung fürs Geld?

Am heikelsten ist die Kaufentscheidung bei Komplettsystemen. Da kann es durchaus vorkommen, dass Intel an einen Hersteller beispielsweise einen Lastwagen voller speziell kastrierter Prozessoren liefert. Auf der Verpackung kann dann mit einem supertollen Pentium IV geworben werden, tatsächlich steckt allerdings ein abgespeckter drinnen, der beispielsweise nur halb so viel Cache wie das Original hat. Dieser Hinweis ist natürlich dermaßen kyrillisch im Kleingedruckten versteckt, dass es selbst ein Profi kaum kapieren kann.

Kurzum: Es gibt nur eine einzige Chance, die beste CPU zum besten Preis zu kriegen - die Sache live im Internet diskutieren:

http://www.nickles.de
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Intels hauseigener Online-CPU-Vergleich. Fazit: Ein 2-GHz-Pentium IV ist NICHT doppelt so schnell wie ein 1-GHz-Pentium III.
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Intels hauseigener Online-CPU-Vergleich. Fazit: Ein 2-GHz-Pentium IV ist NICHT doppelt so schnell wie ein 1-GHz-Pentium III.
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Intels hauseigener Online-CPU-Vergleich. Fazit: Ein 2-GHz-Pentium IV ist NICHT doppelt so schnell wie ein 1-GHz-Pentium III.
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Intels hauseigener Online-CPU-Vergleich. Fazit: Ein 2-GHz-Pentium IV ist NICHT doppelt so schnell wie ein 1-GHz-Pentium III.
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Intels hauseigener Online-CPU-Vergleich. Fazit: Ein 2-GHz-Pentium IV ist NICHT doppelt so schnell wie ein 1-GHz-Pentium III.

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