Mach Dich erst mal mit ein paar Tatsachen vertraut.
Wenn Windows hochfährt, dann spielt sich Folgendes
ab:
Schritt
Bemerkung
1. BIOS-Check
Windows checkt im BIOS des PCs, ob irgendwelche Interrupts im BIOS-Plug&Play-Setup gesperrt sind. Ist dies der Fall, dann werden diese Interrupts als 'verwendet' notiert, Windows lässt sie in Ruhe.
2. ISA-Check
Findet Windows ISA-Steckkarten (egal ob uralt, neu, mit oder ohne Plug&Play), die Interrupts benötigen, dann werden diese Interrupts ebenfalls gesperrt - der IRQ-Holder kann sie nicht verwenden.
3. IRQ-Holder
Jetzt checkt Windows, welche Interrupts noch frei sind. Diese letzten Interrupts werden dann von den IRQ-Holdern geschnappt und an alle PCI-Steckkarten oder Mainboard-Komponenten vermittelt, die einen IRQ brauchen.
Terror durch exklusive Interrupts
Unter Windows tritt in Zusammenhang mit dem IRQ-Holder
eine neue verzwickte Sache auf: Es wird zwischen zwei IRQ-Typen
unterschieden:
IRQ-Typ
Bemerkung
Exklusive IRQs
Das sind alle IRQs, die nur von einer einzigen Komponente verwendet werden, die also nicht von einem IRQ-Holder geschnappt worden sind.
Nichtexklusive IRQs
Alle IRQs, bei denen der IRQ-Holder aktiv ist, um sie mehrere Komponenten gemeinsam nutzen zu lassen.
Der IRQ-Holder ist technisch eine sehr komplizierte Sache, die
Treiber einer Steckkarte müssen diesbezüglich perfekt
mitspielen. Das tun nicht alle. So existieren Steckkarten, die
nur dann optimal (oder überhaupt) funktionieren, wenn sie
einen exklusiven IRQ kriegen. In diesem Fall gelten die alten
Maßnahmen: Du musst die IRQ-Verteilung manuell so organisieren,
dass die entsprechende Karte einen exklusiven IRQ kriegt - sonst
geht nichts.