IP-Adressen
Bei der
Installation der Netzwerkkarte richtet
Windows das
TCP/IP-Protokoll automatisch mit ein und bindet es an
die Netzwerkkarte. Binden bedeutet, dass die Netzwerkkarte dieses
Protokoll benutzen kann. Ist ein Modem oder eine ISDN-Karte vorhanden,
wird das TCP/IP-Protokoll automatisch auch daran gebunden, genau wie
an jede andere Netzwerkhardware (wie zum Beispiel auch die Pseudo-
Hardware Internet Connection Sharing). Die Konfiguration dieses
Protokolls legt im Wesentlichen die Adressen fest, über die die
PCs
im Netzwerk ansprechbar sind.
TCP/IP-Konfiguration
Die erste Überlegung gilt den IP-Adressen: Sollen diese statisch
oder dynamisch sein? Dynamische Adressen können sich bei jedem
Systemstart ändern. Sie werden von einem DHCP-Server (Dynamic
Host
Configuration Protocol) vergeben, der ab der SE-Version in Windows
integriert ist (nämlich beim ICS).
DHCP erleichtert die manchmal
fehlerträchtige Konfiguration und ist in größeren Netzen häufig
anzutreffen.
Bei nur wenigen Rechnern (oder in bestimmten Sonderfällen, wie zum
Beispiel bei Servern) sind statische IP-Adressen von Vorteil. Für
die Verwendung in LANs sind private Adressbereiche vorgesehen, die
im Internet nicht vorkommen. In unserem Beispiel verwenden wir den
privaten Adressbereich 192.168.0.x, wobei x eine Zahl von 1 bis
254 ist. Damit lassen sich also bis zu 254 PCs adressieren. Der
erste
PC bekommt also die
Adresse 192.168.0.1, der zweite
192.168.0.2 und so weiter.
Eine Besonderheit gibt es noch seit Windows SE: Ist dynamische
Adressierung gewählt, aber kein DHCP-Server auffindbar, teilt
Windows sich selbst IP-Adressen zu, wobei es darauf achtet, dass
keine Adresse doppelt vorkommt. Das nennt sich Automatic Private
IP Addressing (APIPA).
Neben der IP-Adresse ist der zweite wichtige Wert die Subnetz-Maske.
Sie bestimmt das IP-Teilnetz, in dem sich der PC befindet. In
unserem Peer-Netz gibt es keine weiteren Subnetze, deswegen tragen
wir eine Standardmaske 255.255.255.0 für ein Klasse-C-Netzwerk ein.
Tragen Sie diese Werte in den Eigenschaften des TCP/IP-Protokolls ein.
Damit ist die IP-Konfiguration abgeschlossen. So sieht sie aus:
Mit statischer IP-Adresse und Subnetzmaske wird
der PC eindeutig im Netzwerk gekennzeichnet.
Das Thema TCP/IP ist noch viel umfangreicher. Wie das genau mit IPs,
Klassen, Subnetzen etc. ist, steht vielleicht mal in einem anderen
Artikel auf nickles.de.
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