Vernetzte Welten

Windows XP im Netzwerk

Der Umstieg auf Windows XP bringt für kleine Netze einige Neuerungen mit sich: Neben Verbesserungen im Detail enthalten die neuen Windows-Versionen einige nützliche Programme, die man bisher von anderen Anbietern besorgen mußte. Von Burkhard Müller.

Installation

Für diesen Artikel verwenden wir die XP Home Edition sowie XP Professional jeweils in der deutschen Fassung. Aufgebaut haben wir ein LAN aus 4 PCs. Getestet werden unter anderem die Freigaben sowie die Internet-Fähigkeiten beider Systeme auch unter Sicherheitsaspekten. Als erstes wollten wir wissen, wie die Standard-Konfiguration aussieht.

Plug&Play-Netzwerkkarten erkennt XP bei der Installation und richtet automatisch folgende Netzwerkkomponenten ein:

  • Client für Microsoft-Netzwerke
  • Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke
  • QoS-Paketplaner
  • Internetprotokoll (TCP/IP)
Die IP-Adresse wird dynamisch bezogen oder während der Installation bzw. nachträglich von Hand konfiguriert. Beim Ändern der IP-Adresse fällt positiv auf, dass das System danach nicht gestartet werden muss. Wird jedoch zum Beispiel der Arbeitsgruppenname bei der Home Edition geändert, muss neu gebootet werden. So ganz konsistent ist dieses Verhalten nicht.


Mit den Netzwerkaufgaben sind viele Funktionen schnell erreichbar, Assistenten helfen bei der Konfiguration.

Die Netzwerkverbindungen sind über die Systemsteuerung zugänglich - dort befindet sich das Symbol Netzwerkverbindungen, hinter dem sich der gleichnamige Ordner verbirgt. Im Gegensatz zu allen anderen Windows-Versionen findet sich in diesem Ordner ein Teil der "aufgabenbasierten Oberfläche" -- New ways to do familiar tasks, wie es Microsoft nennt oder anders ausgedrückt: nicht viel Neues. Zu den Netzwerkaufgaben gehören etwa Eine neue Verbindung erstellen, wodurch der Assistent für neue Verbindungen gestartet wird oder Ein Heim- oder ein kleines Firmennetzwerk einrichten, das den Netzwerkinstallations-Assistenten auf den Plan ruft, um den es gleich noch etwas genauer geht. Verbindungen lassen sich deaktivieren oder umbennnen, der Status kann angezeigt werden (wie bei Windows 2000) und man gelangt in die Eigenschaften einer Verbindung mit nur einem Mausklick. Damit wird die Arbeit tatsächlich erleichtert, da weniger Mausklicks nötig sind und die Aufgaben gut verständlich formuliert sind. Die Assistenten übernehmen den grössten Teil der Arbeit, oft bleibt aber unklar, was eigentlich wo geändert wird. Für Einsteiger sind diese Vereinfachungen vermutlich hilfreich.

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