HTML komprimieren mit dem
IIS Beim IIS ab Version 5.0 können Sie das Transfer-Encoding
deutlich einfacher einschalten. Hier müssen Sie nur ein paar Optionen
aktivieren, und schon werden Ihre Seiten komprimiert ausgeliefert.
Allerdings hat man sich bei
Microsoft reichlich Mühe gegeben dieses
Features zu verstecken. Man finden die benötigten Optionen nicht ohne
weiteres, und das liegt daran dass man diese Optionen nur serverweit
einstellen kann. Dort wo man es suchen würde, nämlich bei den
Eigenschaften der virtuellen Directories, findet man das Benötigte nicht.
Stattdessen braucht es die allgemeinen Eigenschaften des Webservers. (Und
zu finden ist das im Übrigen auch nur bei den
echten und
vollständigen IIS Varianten. Die abgespeckten Versionen wie sie zum
Beispiel bei der XP
Workstation vorliegen, bieten diese Möglichkeit
nicht.)
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Beim IIS ist die Kompression automatisch dabei.
Folgende Schritte müssen bei IIS 5.x ausgeführt werden:
- Starten Sie den Internet-Dienste Manager und öffnen Sie die
Eigenschaften des Computers.
- Es erscheint der Dialog zur Einstellung der Eigenschaften des IIS.
Wechseln Sie auf die Seite Internet-Informationsdienste.
- Wählen Sie dort unter Haupteigenschaft den WWW-Dienst
aus und klicken Sie auf Bearbeiten
- Nun erscheint der Dialog Haupteigenschaften des WWW-Dienstes.
Wechseln Sie hier auf den Reiter Dienste.
- Hier finden Sie im Bereich http-Komprimierung zwei Optionen.
Die eine trägt den Namen Anwendungsdateien komprimieren, die
andere Statische Dateien komprimieren. Diese Optionen tun genau
das was man denkt . schalten Sie also die ein, die Sie benötigen.
Beim IIS 6 finden Sie die Optionen zum Einschalten der
Kompression in den Eigenschaften des
WebSites Ordner der IIS
Managment-Konsole. Auf der zugehörigen Dialogbox brauchen Sie den
Reiter
Service (Dienst) . dort können Sie die Komprimierung
einschalten.
Für die
statischen Dateien können Sie noch ein
paar Parameter angeben. Dies ist im Wesentlichen ein Pfad zu einem
Verzeichnis für die zwischengelagerten Dateien sowie die maximale Größe
dafür. Der IIS legt dann einmal komprimierte Versionen von statischen
Dateien in diesem Verzeichnis ab. Ändert sich die Original-Datei, kümmert
sich der IIS von selbst darum dass die komprimierte Variante ebenfalls
erneuert wird. Dabei ist es wichtig zu beachten das das Verzeichnis ein
lokales Verzeichnis ist und dass es sich auf einer
NTFS Partition
befindet, sonst funktioniert es nicht.
Der IIS hat noch eine ganze
Reihe an weiteren Parametern mit denen die Kompression von Dateien
beeinflusst werden kann. So ist es zum Beispiel möglich eine maximale
Dateigröße anzugeben. Dateien die größer als die angegebene Größe sind
werden dann nicht komprimiert. Ebenso kann man eine minimale Dateigröße
angeben. Diese und weitere Optionen stehen zur Verfügung, jedoch nicht
über das normale Benutzerinterface. Stattdessen müssen diese Werte in der
Metabase eingetragen werden. Eine ausführliche Erläuterung dazu finden Sie
in der Metabase
Dokumentation, die zum Beispiel im IIS
Resource Kit
verfügbar ist.
Das Einschalten der Kompression beim IIS hat eine
unangenehme Nebenwirkung: Alle Dokumente werden mit einem
Haltbarkeitsdatum ausgeliefert das bereits abgelaufen ist, und zwar mit
dem 1. Januar 1997. Das hat aber einen mehr oder minder guten Grund, es
vermeidet nämlich Probleme mit Proxies (siehe unten). Allerdings: Das
Caching von Inhalten ist dann nicht mehr möglich, denn kein
Client behält
dann eine solche Seite im Cache.