Filesharing-Fallen vermeiden!

Vorschau statt Knast

Wer bedenkenlos per Filesharing Datenmassen saugt, steht mit einem Bein im Knast! Es ist fatal eine Videodatei herunterzuladen, von der man nicht sicher weiss, dass sie auch wirklich das enthält was ihr Dateiname verspricht. Dieser Beitrag zeigt welche Gefahren lauern und wie sie minimiert werden können. Von Michael Glos und Michael Nickles.

Das Internet kennt keine Grenzen. Und die darin existierende Geschmackslosigkeit ebenfalls nicht. Ob ein Video das die Hinrichtung eines Soldaten zeigt dem persönlichen Geschmack entspricht oder nicht, kann diskutiert werden. Bei anderen Fällen gibt es nichts zu diskutieren: Dinge wie Kinderpornographie und Sex mit Tieren sind ausdrücklich verboten. Bereits der Besitz reicht aus um in den Knast zu wandern. Und das macht die Internet-Tauschbörsen zu einer riskanten Sache. Bei schneller Verbindung lassen sich beispielsweise zig tausende Bilder pro Stunde downloaden.

Die Fotos treffen schneller auf der Festplatte ein, als sie angeguckt werden können. Leider gibt's bei Dateinamen und Datenbeschreibungen keinerlei Garantie, dass das was draufsteht auch wirklich drinnen steckt! Wo Kinderporno drauf steht muss noch lange keiner drinnen sein. Und wenn's nicht dauf steht, dann heisst das noch lange nicht das es nicht drin ist. Per Mausklick lassen sich zig tausende Bilddateien in einem Rutsch für's Downloaden klarmachen. Wer sich mal so eben einfach alle Bilder aus dem Themenbereich Schöne deutsche Landschaftsaufnahmen runterlädt, darf sich auf sein blaues Wunder gefasst machen, wenn er diesen Bildbestand irgendwann Bild für Bild sichtet. Mit nahezu hundert prozentiger Wahrscheinlichkeit finden sich dabei auch Pornos - seien es legale oder streng verbotene.

Noch viel fieser ist das Downloaden von Videos. Unter Umständen beinhaltet eine fälschlicherweise harmlos beschriebene Datei verbotenes Material. Und in vielen Fällen, lässt sich eine runtergeladene Videodatei dann nicht einmal angucken, weil der Mediaplayer streikt, ein Codec zum Abspielen fällt. Da hat Karl Mustermann beispielsweise dann eine 100 MByte grosse ihm unzugängliche AVI-Datei mit harmlosem Dateinamen auf der Platte, die verbotene pornografische Inhalte enthält. Und damit ist Karl Mustermann ein Krimineller dem Knast droht - ohne es zu wissen.

Eine noch grössere Gefahr: Wer seinen PC stundenlang per Filesharing Daten saugen lässt, der wird automatisch auch Anbieter der Daten die auf seinem PC eintreffen. Bereits während eine Datei gesaugt wird, also gerade erst auf der Platte entsteht, kann sie bereits von anderen Teilnehmern abgerufen werden. Auf diese Weise wird Karl Mustermann ruckzuck zum Kinderporno-Händler ohne es zu wissen.

Es gibt wirksame Hilfsmittel, um derartige Risiken zu minimieren...

Es geht auch ohne - Gucken statt Warten
Einige Filesharing-Programme wie Kazaa, Kazaalite und andere haben eine Preview-Funktion die es gestattet bereits in Videos reinzugucken, während sie downgeloadet werden. Sind die ersten paar MByte des Videos gesaugt, ist das Preview möglich. Durch so eine Vorschau kriegst Du beispielsweise raus, wie gut es um die Bildqualität eines Videos steht, also ob sich der Download überhaupt lohnt. Das Problem: Oft versagt die in Filesharing-Programmen eingebaute Preview-Funktionen, Systeme wie Edonkey und Overnet haben die Funktion erst gar nicht. Es gibt eine universelle Methode, um unkomplette Videodateien anzugucken!

Es geht auch ohne Freeware-Programme die ein Preview bei Edonkey und Co bewerkstelligen - was Du brauchst sind ganz normale gängige Video-Tools wie beispielsweise die Freeware Virtualdub (Download bei www.virtualdub.org). Konkret läuft die Sache so ab:

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