Wichtiger Schutz

Rechner und Netz richtig sichern

Schützen Sie Ihren PC mit BIOS-Passwort? Bildschirmschoner und Freigaben sind ebenfalls passwortgeschützt? Damit sind sie keineswegs sicher, das lässt sich alles knacken, sogar über das Internet und in Sekundenbruchteilen. Dagegen können Sie aber etwas unternehmen. Von Burkhard Müller

Gefahren
Wer nicht gerade im stillen Kämmerlein mit seinem Windows-PC arbeitet, ist allerlei Gefahren ausgesetzt: Büro-PCs können von den Kollegen ausspioniert werden, die Daten auf der Festplatte sind alles andere als sicher. Da helfen auch keine Passwörter, denn diese sind im Handumdrehen geknackt. In Netzwerken ist es noch viel gefährlicher. Wer hat nicht schon mal versucht, auf die Festplatte des Kollegen zu gucken? Diese war mit einem Passwort geschützt? Kein Problem, das lässt sich knacken. Mit den heutigen schnellen PCs lassen sich ganze Netzwerke in Rekordzeit scannen und die Passwörter ruckzuck entschlüsseln, solange es sich um Windows-9x/ME-Maschinen handelt. Oder jubeln Sie Ihrem Kollegen doch mal einen Trojaner über das Netzwerk unter. In Netzen mit geringer Sicherheit ist das ohne weiteres möglich. Der wird Augen machen, wenn sich plötzlich die Schublade des CD-Laufwerks von selbst öffnet und schliesst! Die meisten Tricks, Hacks und Spielereien funktionieren im LAN am besten, viele allerdings auch über das Internet. Sie können sich aber davor schützen.

Dieser Artikel beschreibt eine Vielzahl von Löchern in Windows-Systemen und wie man diese erkennt und abdichtet. Viele Tools helfen dabei, Sicherheitsprobleme zu erkennen. Natürlich kann man damit auch Unfug treiben. Wer hat es schon gern, wenn seine Passwörter in der Firma rumgehen? Jedoch: Das Wissen um diese Lücken sollte dazu führen, sich besser schützen zu können um schließlich einen möglichst sicheren PC zu besitzen. So sicher, wie es nunmal geht.

Auf den folgenden Seiten geht es um die Frage, wie man die Sicherheit von Windows mit Bordmitteln erhöhen kann, also ohne kommerzielle Tools kaufen zu müssen. Dabei geht es in der Hauptsache um Windows 98/SE/ME, da diese Systeme immer noch weit verbreitet sind. Zu Windows XP/2000/NT finden sich aber auch einige Hinweise.

BIOS-Passwörter
Eine Methode, seinen PC vor der Nutzung durch Unbefugte zu schützen, besteht in der Verwendung eines BIOS-Passworts. Alle BIOS-Hersteller bieten diese Möglichkeit. Wird nach dem Einschalten des PC nicht das richtige Passwort eingegeben, geht es nicht mehr weiter. Im Prinzip eine gute Methode, könnte man denken. Leider ist sie durch Tüftler in den letzten Jahren zunehmend unsicherer geworden. Die BIOS-Hersteller haben nämlich Standard-Passwörter eingebaut, die zum Beispiel zu Wartungszwecken benötigt werden. Durch Probieren sind im Laufe der Zeit immer mehr Passwörter gefunden und im Internet veröffentlicht worden. Wer so ein Standardpasswort kennt, kann sich (unbemerkt) damit Zutritt zum PC verschaffen. Im Internet finden sich zahllose Listen mit solchen BIOS-Passwörtern. Eine Abfrage zum Beispiel bei der deutschsprachigen Suchmaschine Fireball fördert hunderte von Treffern zutage, im englischsprachigen Raum sind es noch viel mehr. Übrigens betrifft das nicht nur auf BIOS-Passwörter, auch Switches zum Beispiel sind betroffen. Als Alternative könnte man einen Passwortschutz durch Software in Erwägung ziehen.

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