Die Verpackungen von DivX/DVD-Playern und auch die Geräte selbst protzen in der Regel mit einer Vielzahl an "Logos", die eine gewaltige Funktionalität versprechen:
|
Funktionsmerkmal
|
Tipp
|
|
DVD-Video
|
Logisch - jeder DVD-Player ist natürlich in der Lage, DVDs abzuspielen. Auch im Fall von Selbstgebrannten ist die Situation inzwischen gut: Auch Billig-Player fressen alle Scheibenformate: DVD+, DVD-, DVD+RW, DVD-RW. Lediglich in Ausnahmefällen gibt's Stress mit bestimmten Rohlingen.
|
|
Dolby Digital
|
Stereo ist bei Playern schon ewig out. Auch billigste Player bieten natürlich Dolby Digital - in der Regel ist damit 5:1 Sound gemeint. Das heißt, zwei Boxen vorne links und rechts, eine in der Mitte, zwei Boxen hinten links und rechts. Als 6ter Lautsprecher wird die Subwoofer-Box angeschlossen, die für den Bass sorgt.
|
|
DTS
|
DTS ist ein Konkurrenzprodukt zu Dolby Digital und im Prinzip die gleiche Sache in grün und auch Billigplayer können DTS. Generell kommen die meisten DVDs mit Dolby Digital, manche bieten wahlweise Dolby Digital oder DTS. Es ist vernünftig, wenn ein Player auch DTS unterstützt, lebenswichtig ist es nicht.
|
|
MP3 Decoder
|
Die Fähigkeit MP3-Audio abzuspielen ist ebenfalls längst Standard. Abspielen heißt dabei allerdings noch lange nicht komfortables Abspielen. Alte MP3-taugliche Player können MP3-Audiodateien nur von Standard-CDs abspielen, moderne Player sind (sollten!) auch in der Lage sein, auf DVD-Rohlinge gebrannte MP3s wiederzugeben.
|
|
Kodak Picture CD
|
Die Kodak Picture CD ist der Urvater für Speicherung digitaler Fotos auf CDs und wurde bereits vor über einem Jahrzehnt geschaffen. Inzwischen ist es üblich, Fotos einfach im JPG-Format auf CDs zu brennen und zur Belichtung zu schicken, falls gewünscht. Da auch Billigplayer heute auf CD/DVD gebrannte JPG-Bilddateien anzeigen können, ist das Kodak Picture CD Format heute ehr ein Gimmick, das kaum noch Relevanz hat.
|
|
WMA Audioformat
|
Microsoft kämpft verbissen darum, das hauseigene MP3-Konkurrenzformat WMA (Windows Media Audio) auch auf Unterhaltungselektronikgeräten durchzusetzen. Mit so was lässt sich gut Kohle durch Lizenzgebühren machen. Um MP3 plattzumachen scheint Microsoft die WMA-Lizenz inzwischen "billig" zu verhökern, denn selbst Billig-Player unterstützen inzwischen auch WMA.
|
|
Progressive Scan bedeutet, dass ein Player Vollbilder ausgeben kann, also keine "Halbbilder" wie bei PAL. Vollbildausgabe bietet in der Regel bessere Bildqualität und ist flimmerfrei. Progressive Scan kann nur mit einem entsprechenden tauglichen Bildschirm verwendet werden, der über eine passenden Videoeingang verfügt (mehr dazu im Beitrag). Kurzgefasst: So lange nur ein alter Fernseher mit Composite Video, RGB oder SVideo-Eingang vorhanden ist, kann Progressive Scan nicht genutzt werden. Dazu braucht es so was wie einen TFT-Fernseher, einen TFT-Monitor oder einen Beamer mit "VGA-Eingangsbuche". Progressive Scan ist heute kein Luxus mehr - auch Billig-Player können das.
|
|
Das DivX-Logo soll Kompatibilität zum DivX-MPEG4-Standard versprechen. Meist wird als Zusatz noch angegeben, dass das Gerät kompatibel zu DivX-Version 3.x, 4.n und 5.n ist. Blöderweise gibt es DivX seit Version 5 in unterschiedlichen Ausführungen! Wurde ein Video mit GMC codiert, machen die meisten Player die Grätsche. Kurzum: Das DivX-Logo ist Mist, es macht keine wirklich zuverlässige Aussage.
|
Unterm Strich sind alle "Logos" heute eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Und das einzig wirklich interessante Logo - DivX - ist eine schwachsinnige Konstruktion, die nichts Wirkliches aussagt.