Bei jeder Festplatte sollte man von Anfang an vom Schlimmsten ausgehen: dass sie irgendwann verreckt und sämtliche Datenrettungsversuche scheitern. Dann sollte man wenigstens wissen, WELCHE Daten man verloren hat, WAS auf dieser Platte drauf war. Ein typischer Fall sind beispielsweise Videoaufzeichnungen. Wer fleißig TV recorded kriegt auf eine Platte zigtausend Filme drauf. Gehen diese Filme kaputt, dann ist das ärgerlich aber verschmerzlich: das Zeug kriegt man irgendwie irgendwann wieder her. Entscheidend ist allerdings zu wissen, was verloren gegangen ist.
Es gibt eine simple Methode um den kompletten Dateninhalt einer Festplatte - also alle Dateinamen und Verzeichnisnamen - schnell in eine Textdatei zu speichern. Dazu wird ein MS-DOS-Eingabefenster geöffnet (Start-Ausführen-"CMD") und so eine Befehlszeile eingetippt:
dir X: /s >X:\alledateien.txt
X steht hier für den Laufwerkbuchstabe des Datenträgers, dessen Inhalt in eine Textdatei protokolliert werden soll. Um alle Dateien und Verzeichnisse von Laufwerk "D" zu sichern, ist also diese Zeile fällig:
dir D: /s >D:\alledateien.txt
Nach Ausführen der Befehlszeile dauert es je nach Plattengröße eine Weile. Sobald die Eingabemarke wieder erscheint, ist die Sache erledigt.
Als Ergebnis findet sich im Hauptverzeichnis der Platte dann eine Textdatei namens "alledateien.txt". Diese Textdatei kann mit einem Editor geöffnet werden:
In der Textdatei sind alle Dateien und Verzeichnisse aufgelistet. Mit der Suchen-Funktion des Editors kriegt man schnell raus, ob sich eine bestimmte Datei auf dieser Platte befindet oder befunden hat.
An dieser Stelle ist es also sinnvoll, von allen Platten so eine Protokoll-Textdatei anzufertigen und diese Textdateien dann auf einen Datenträger (USB-Stick, CD-Rohling) zu sichern. Geht irgendwann eine Platte futsch, dann weiss man, was verloren gegangen ist.