FAT und NTFS im Vergleich

Welches nehmen: Das richtige Dateisystem

Für Windows existieren huete eine ganze Reihe an verschiedenen Dateisystemen, die sich vor allem in Sachen Sicherheit und Geschwindigkeit unterscheiden. Auch Partitionsgrössen und Kompatibilität spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle. Der folgende Artikel zeigt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme. Von Burkhard Müller.

Wer heute Windows 2000 einsetzt oder mit diesem Gedanken spielt, kann das NTFS-Dateisystem (New Technology File System) verwenden - ein System, das es bei den kleinen Windows-Versionen nicht gibt. Welche Vorteile bringt NTFS? Wann ist es unerlässlich? Welches System ist schneller, FAT oder NTFS? Diese und andere Fragen klärt der folgende Artikel.

Mit Einführung von Windows NT 1994 hat Microsoft auch das neue Dateisystem NTFS zusätzlich zum alten FAT-System ausgeliefert. Mit Windows 95 OSR 2 kam ein weiteres Dateisystem hinzu: FAT32, das heute von allen Windows-Versionen unterstützt wird. Die folgende Tabelle zeigt, welches Windows welches Dateisystem unterstützt.

OS Dateisysteme
Windows XP FAT16, FAT32, NTFS 4, NTFS 5
Windows 2000 FAT16, FAT32, NTFS 4
Windows NT 4 FAT16, NTFS
Windows 95 OSR2 FAT16, FAT32
Windows 98 FAT16, FAT32
Windows 95 FAT16
MS DOS FAT16

Die Windows-Dateisysteme in der Übersicht.

Ausser FAT16 und FAT32 gibt es auch heute noch FAT12, das aber nur zur Formatierung von Disketten und Partitionen kleiner als 16 MByte benutzt wird.

FAT
Alle FAT-Systeme verwenden die File Allocation Table (FAT, Dateizuordnungstabelle). Sie enthält Zeiger auf die Dateien und Ordner einer Partition und ist aus Sicherheitsgründen doppelt ausgelegt. Erfolgt ein Dateizugriff, sieht das Betriebssystem in der FAT nach, wo sich die Datei auf der Partition befindet und wie sie über die Partition verteilt ist (Fragmentierung). Ist die erste FAT (primäre FAT) beschädigt, kann mit einem Tool wie chkdsk die sekundäre FAT zur Reparatur verwendet werden.

Die beiden FATs befinden sich am Anfang des Datenträgers auf der äusseren Spur 0, so dass bei jedem Dateizugriff die Köpfe zunächst dorthin bewegt werden müssen, wozu natürlich Zeit nötig ist. Mit NTFS gibt es heute eine schnellere Lösung.

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