Video-In - Faktoren, die zählen Bei Karten mit Video-Eingang kommt es auf folgende Leistungsmerkmale an: Fakten, die stimmen müssen 1. Videostandard(s) ![]() Vergiss Karten, die nur einen FBAS-Video-Eingang haben. Du brauchst eine Karte mit SVHS-Eingang (=SVideo), alles andere ist überholt, eine Fehlinvestition. Die Bildqualität ist bei SVHS dramatisch besser. 2. Anzahl Buchsen ![]() Ideal ist es, wenn eine Karte über zwei Video-Eingangsbuchsen verfügt: FBAS und SVideo. Dadurch können zwei Videoquellen »gleichzeitig« an den PC gehängt werden, die Umschaltung ist per Software möglich. Leider sind bislang keine Karten mit mehr als einer SVideo-Eingangsbuchse verfügbar. Im Idealfall kriegst Du eine günstige TV-Karte mit zwei separarten Video-Eingängen: einmal FBAS und einmal SVideo. 3. Kabelpeitschen ![]() Praktisch jede moderne Karte mit TV-Eingang verfügt über einen Chipsatz, der Bilder digital mit Auflösung 768x576 Bildpunkte in TrueColor darstellt. Verglichen mit den hohen Bildauflösungen am PC-Monitor erscheint das sehr wenig. Aber: 768x576 Bildpunkte reichen aus, um ein Bild mit voller PAL-Auflösung zu bearbeiten. Moderne DVD-Player mit MPEG2-Video-CDs (die zurzeit beste Qualität im Homebereich) arbeiten nur mit 720x576 Auflösung. An dieser Stelle sollte Dir was dämmern: Wenn bereits 720x576 Auflösung für realistische Spielfilmwiedergabe am Fernseher ausreichen, dann sollte das für realistische 3-D-Spiele ebenfalls genug sein. In der Tat: Moderne Videospiel-Konsolen mit exzellenter 3-D-Bildqualität bringen meist nur 640x480 Auflösung auf den TV-Bildschirm - und sehen besser aus als PC-3-D-Spiele, die mit absurd hohen Auflösungen jenseits 1024x768 gefahren werden. Beachte: Blöderweise bieten diverse Hersteller bei der Bildgrößeneinstellung nicht das PAL-Maximum 768x576 an - obwohl die Hardware das kann. Hier können alternative Capture-Tools helfen. Video-Conferencing Wer an eine TV-Karte eine Videokamera hängen will, um damit Internet-Bildtelefonie zu betreiben (siehe dazu auch Internet-Kapitel), sollte darauf achten, dass die TV-Karte ausdrücklich kompatibel zu Microsoft Netmeeting ist (das kostenlose Bildtelefonie-Programm von Windows). Und hier heißt es aufpassen: Wenn ein TV-Karten-Hersteller auf der Verpackung »Netmeeting-Kompatibilität« verspricht, dann heißt das noch lange nicht, dass es mit allen Windows-Versionen klappt. So kann es beispielsweise sein, dass Netmeeting mit einer TV-Karte nur unter Windows ME hinhaut, unter Windows 2000 allerdings nicht. Natürlich helfen hier Treiber-Updates - so sich der Hersteller drum bemüht, welche anzufertigen. Im Fall einer Noname-Karte aus Taiwan guckst Du hier schnell dumm aus der Wäsche oder darfst eine Ewigkeit warten, bis endlich Treiber-Updates angeboten werden. 4. Treiber ![]() Ein Video-Eingang braucht einen eigenen Treiber. Achte darauf, dass ein Hersteller das Betriebssystem unterstützt, das Du verwendest. Weitere Tücke: Es gibt je nach Windows-Generation und Wille Microsofts bei Windows verschiedene Treibermodelle, um einen Video-Eingang anzusteuern. Aber nicht jede Videosoftware unterstützt jedes Treibermodell. Im Idealfall sollte der Anbieter einer Karte mit Video-In alle aktuellen Treibermodelle anbieten. Im Jahr 2002 sind das die »alten« VFW-Treiber (Video für Windows) und die »neuen« WDM-Treiber (Windows Driver Model). 5. Software ![]() Um ein eingehendes Videosignal am PC-Monitor darzustellen, braucht es eine »Darstellungssoftware«, die zum Lieferumfang gehören muss. Bei TV-Karten ist das in der Regel die TV-Software, bei Grafikkarten mit Video-In sind Tools zum Aktivieren der Videobild-Einblendung dabei. Die Qualität dieser beigepackten Software kann Dir auch wurscht sein: Viele Freeware-Programme erfüllen den Zweck nicht nur gut, sondern meist auch besser - egal ob es um Videorecording oder nur Bilddarstellung geht. Wichtig ist nur, dass Treibermodell und Software zusammenpassen. Das Treibermodell bestimmt unter Windows, wie der Video-Eingang »abgefragt« wird. Diskussion zum Beitrag Mehr zum Thema: |
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