Soundkarten - Macken, Fakten, Tips...

Soundkarten-Fakten in Sekunden

Der richtige Sound kommt nur mit der richtigen Karte - aber welche nehmen? ISA oder PCI - und welcher Hersteller macht den besten 3d Sound? Fragen über Fragen - im Beitrag stehen die Antworten: Alles wichtige über Soundkarten - Standards, Macken, Lösungen.

Bevor Du jetzt lange rumgrübelst und alle Vorteile und Nachteile gegeneinander abwiegst: Fast alle modernen PCI-Soundkarten sind Mist. Ein gewaltiger Mist! Theoretisch gibt es an PCI-Soundkarten nichts zu bemängeln, die Idee dahinter, einen billigen Chip auf einer Karte "alle Effekte" machen zu lassen, ist in Ordnung - das drückt den Preis und treibt die Qualität nach oben. Eine moderne PCI-Soundkarte für 39 Mark 90 bringt heute eine Leistung, die im "ISA-Format" vor ein paar Jahren noch zwei bis drei Hunderter gekostet hat.

Hier die tabellarische Schnellvariante zum "Stand der Dinge" bei Soundkarten:
Generell existieren zwei Arten von Soundkarten: ISA/AT-BUS und PCI. Hier ihre Vorteile und Nachteile im Überblick:

Soundkarten-Klasse ISA PCI
Vorteile 1. In alten PCs ohne ausreichende PCI-Steckplätze muß für Sound kein PCI-Steckplatz geopfert werden. Nach wie vor sinnvoll!

2. Kaum Probeme bei MS-DOS-Spielekompatibilität, wenn richtige Karte gekauft wird.

3. Ausgreifte Treibertechnik: Fast alle einfachen alten ISA-Soundkarten haben inzwischen ausgereifte Treiber, machen kaum Ärger.

1. Treiber werden unter Windows automatisch installiert (komfortabler)

2. Bei 3-D-Soundberechnung theoretisch schneller, in der Praxis funktionieren 3-D-Soundtreiber3-D-Soundtreiber nicht ausreichend gut.

3. Viele Sound-Features für wenig Geld, die ISA-Soundkarten früher nicht hatten.

Nachteile 1. Theoretisch langsamer, weil Daten für 3-D-Soundberechnung über den langsamen AT-BUS geschickt werden. Praktisch kein Nachteil, da 3-D-Soundtreiber nicht zuverlässig funktionieren.

2. Meist simpler, nicht so luxuriös ausgestattet (aber solide)!

1. Enorme Kompatibilitätsprobleme bei MS-DOS-Spielen. PCI-Soundkarten schaffen es nur mit absurden Verrenkungen, DOS-Spiele-kompatibel zu sein - falls überhaupt!

2. Um die MS-DOS-Soundblaster-Kompatibilität irgendwie herzustellen, belegen die meisten PCI-Soundkarten ZWEI Interrupts - und können dadurch ENORMEN Ärger im System machen.

3. Die Treiber moderner PCI-Karten sind qualitativ schlechter als die Treiber bei den ISA-Karten!

In der Praxis sind es die Treiber, die PCI-Soundkarten "stinken" lassen. Zwar packen alle Soundkartenhersteller im Wetteifer um Marktanteile nonstop neue Features auf ihre Karten, sie sind allerdings nicht mehr in der Lage, dafür auch ordentlich stabile Treiber zu programmieren. Während eine uralte AT-BUS-Soundblaster-16-Karte aus dem Jahre 1997 noch heute in einem Windows 98-PC PERFEKT UND TADELLOS läuft, klappert und wackelt es bei PCI-Soundstuff nonstop. Gerade durch die Tatsache, daß PCI-Karten für DOS-Spiele-kompatibilität ZWEI INTERRUPTS beanspruchen, sind sie die übelsten Systemstabilitäts-Killer, die es gibt. Wenn Du also noch eine alte AT-BUS-Soundkarte hast, DANN SEI GUT ZU IHR. Wenn Du jetzt eine neue Soundkarte brauchst, dann hast Du Pech: Mit etwas Glück kriegst Du noch eine Spottbillig-ISA-Karte - die kann es in der Qualität allerdings nicht mit einem uralten Soundblaster aufnehmen. Im Zuge der Preisreduzierung sind auch die auf Soundkarten verbauten Teile immer "billiger" geworden. Willst Du keinen solchen ISA-Billigkram, dann bleibt Dir keine andere Wahl als eine PCI-Soundkarte. Im Jahr 2000, wo ISA-Soundkarten praktisch komplett von den PCI-Karten abgelöst werden bleibt nur zu hoffen, daß die Soundkartenhersteller endlich stabile Treiber zustande kriegen.

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