Dass eine externe Platte vom Betriebssystem überhaupt erkannt wird, ist nur das eine Problem. Eine angemeldete Platte wieder loszuwerden, das ist ein ganz anderes. Grundsätzlich ist es verboten, eine externe Festplatte einfach abzuhängen (Kabel abziehen) oder einfach auszuschalten. Dabei besteht enorme Datenverlustgefahr.
Bei jedem Betriebssystem (egal ob Windows oder Linux) müssen externe Datenträger vor dem Entfernen abgemeldet werden. Klingt simpel, kann Unwissende allerdings schnell zur Verzweiflung bringen, weil der Schalter zum Abmelden nicht gefunden wird. Bei Windows findet sich der Abmelde-Schalter unten rechts in der Taskleiste:
Das linke Bildsymbol mit dem grünen Pfeil nennt sich "Hardware sicher entfernen" und ist auch für das Abmelden von externen Festplatten zuständig.
Per Klick auf das Symbol erscheint ein Dialog, der alle aktuell vorhandenen externen Datenträger (Festplatten, Daten-Sticks und Co auflistet). Im ersten Dialog muss zunächst die Kategorie gewählt werden (beispielsweise USB-Massenspeichergerät wenn eine externe Platte an einer USB-Buchse hängt). Danach geht es per "Beenden"-Taste zum nächsten Dialog.
Dort herrscht dann leider typisches Windows-Chaos. Bereits eine einzige externe Festplatte kann dreifach aufgelistet werden: als USB-Massenspeichergerät, als Standardvolume X (X=Laufwerkbuchstabe) und zudem mit der Festplatten-Modellbezeichnung und "USB Device" dahinter. Alle drei Einträge meinen den gleichen Datenträger, welcher fürs Abmelden gewählt wird ist egal.
Im Normalfall erscheint bei Abmelde-Klick ein Hinweis, dass der gewählte Datenträger nun abgemeldet ist und entfernt werden kann. Im Blödfall passiert so was hier:
Hier weigert sich Windows eine externe Festplatte abzumelden, teilt mit, dass sie zur Zeit nicht beendet werden kann und man es bitte später nochmal versuchen soll.
Wenn auf eine externe Platte gerade geschrieben oder von ihr gelesen wird, die Platte also arbeitet, dann ist diese Abmelde-Verweigerung von Windows natürlich sinnvoll. Leider kann sich Windows allerdings auch dann weigern, wenn die Festplatte definitv NICHT in Betrieb ist.
Blöderweise reicht es, bereits einen Dateimanager offen zu haben, der ein Verzeichnis der externen Platte auflistet oder offen hat - damit befindet sie sich für Windows bereits "in Betrieb" und kann nicht beendet werden.
An dieser Stelle beginnt dann der Krieg mit dem Betriebsystem der schnell ausufern kann. Windows will die externe Platte ums Verrecken nicht abmelden. Selbst dann nicht, wenn SÄMTLICHE laufenden Programme beendet werden. Es kann auch irgendein verrückter Windows-Dienst im Hintergrund schuld daran sein, dass ein Laufwerk blockiert wird. Und natürlich sagt der Abmelde-Dialog nicht, welches Ding eine Laufwerk-Abmeldung verhindert.
Als letzte Konsequent bleibt hier nur die Platte knallhart abziehen (und damit Datenverlust riskieren) oder Windows neu starten - danach klappt die Abmeldung dann meist.