Perfekter Einbau von CD und DVD

CD und DVD, Einbau nach Maß, so wirds gemacht

Audio-CD, DVD-Video, Daten-Backup - moderne Datenkarussells besitzen viele Möglichkeiten. Wer sich jedoch auf eine bequeme Brenner-Installation freut, wird bitter enttäuscht: Die Installationen sind alles andere als einfach - alles mögliche kann schiefgehen. Hier die Anleitung zum stressfreien Einbau für DVD-, CD-Rom Laufwerke und CD-Brenner. Von Michael Glos und Michael Nickles

EIDE/ATAPI - Hängepartie
Prinzipiell ist ein CD-ROM-Laufwerk ein Datenträger wie eine Festplatte und wird im PC auch "ähnlich" angesteuert. Was liegt also näher, als ein CD-ROM an der gleichen Karte anzuschließen, an der auch die Festplatte hängt? In allen aktuellen Komplett-PCs mit IDE-Technik ist dies zur Zeit der Fall. Während Festplatten, die an einem IDE-Controller hängen, IDE-Festplatten heißen, werden Sie die IDE-Bezeichnung bei CD-ROMs nicht finden, da diese ATAPI-Laufwerke genannt werden. Und das macht auch schon einen Unterschied klar: Ein ATAPI-Laufwerk lässt sich zwar wie eine IDE-Festplatte von einem IDE-Controller ansteuern, allerdings braucht es dafür noch ein gewisses Extra: Das CD/DVD-ROM muss dem IDE-Controller irgendwie weismachen, dass es eine "Festplatte" ist. Diese Aufgabe übernimmt der Treiber der vom Laufwerkshersteller mitgeliefert wird. Damit Sie ein ATAPI-CD-ROM anschließen können, benötigen Sie einen IDE/ATAPI-Port, der entweder auf dem Mainboard (bei allen neuen PCs) oder in Form einer Steckkarte (bei älteren Modellen) verfügbar ist.

An jedem Controlleranschluss können bis zu zwei Geräte angeschlossen werden, von denen jeweils eines als "Master" und das andere als "Slave" konfiguriert sein muss. Dafür ist an jedem IDE-/EIDE- oder ATAPI-Laufwerk an der Gehäuserückseite ein Jumper zu finden. Egal, ob alte Festplatte, neue Festplatte oder CD-ROM-Laufwerk, es werden stets drei Jumperstellungen unterschieden:

Master - Das Drive fungiert als Hauptlaufwerk am Strang, es hängt außerdem ein weiteres Laufwerk an diesem Strang (Port).

Slave - Das Drive fungiert als zweites Laufwerk am Strang, es hängt selbstverständlich auch ein Masterlaufwerk an diesem Strang.

CSEL - (Cable Select) - Im Cable Select-Modus werden die Einstellungen der am Strang angeschlossenen Geräte automatisch vorgenommen.

Ganz wichtig: Es muss die Reihenfolge (Master am Ende des Kabels, Slave in der Mitte) eingehalten werden, falls zwei Geräte an einem Strang zum Einsatz kommen. Beide Geräte müssen auf Cable Select konfiguriert sein; unterstützt ein Gerät diesen Modus nicht, dann ist dieser Modus nutzlos. Bei älteren Laufwerken ist oft statt des CSEL-Jumpers der "Single/Master no Slave"-Jumper zur finden. Das Drive hängt dabei alleine am betroffenen Port, ist also ein alleinstehendes Hauptlaufwerk, es gibt kein zweites Laufwerk am gleichen Kabelstrang. Gleichgültig, an welchen der beiden Ports Sie das CD/DVD-Laufwerk hängen, die obige Hauptspielregel ist immer zu beachten. Hängt ein Drive alleine an einem Strang, wird es per Jumper als "Master" konfiguriert. Hängen zwei Drives an einem Port, muss eines davon die Rolle des "Masters", das andere die des "Slave" übernehmen. Jedes IDE-Anschlusskabel hat logischerweise zwei Anschlussstecker. Ob der Master am Ende des Kabels hängt oder in der Mitte, ist meist egal - manche Geräte haben allerdings ihre Probleme und funktionieren nur als Master, wenn sie auch am Ende des Kabels hängen.

Gerade wenn das Master-Gerät in der Mitte des Kabels angeschlossen ist und das Kabelende nicht belegt ist, kann es zu Reflexionen kommen; diese äußern sich in Lesefehlern bis hin zu Betriebssystem-Abstürzen. Für den "Cable Select"-Betrieb sind im Fachhandel spezielle Flachbandkabel erhältlich: "Master" am Ende und "Slave" in der Mitte des Kabels oder umgekehrt. Durch die unterschiedlichen Farben der Stecker ist eine Fehlkonfiguration nahezu ausgeschlossen. Für den "Master" und den "Slave" gibt es einen festen Steckplatz. Moderne Kabel lassen nicht falsch herum anschließen, da sie durch eine Aussparung nur in einer einzigen Position eingesteckt werden können. Bei älteren Kabeln ist dies nicht der Fall; hier sollten Sie darauf achten, dass die Markierung des IDE-Kabels in Richtung Stromversorgung des Laufwerks zeigt. Das Gegenstück auf dem Mainboard stecken Sie am "Primary"- beziehungsweise "Secondary"-Anschluss auf Pin 1, also dort, wo die Zahl "1" steht.

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