Neues Fernsehen

TV-Karten - die DVB-T Generation

Die Tage des analogen TV-Empfangs sind gezählt. Und damit werden auch analoge PC-TV-Karten mehr oder weniger witzlos, sie können bestenfalls noch zur Aufnahme analoger Videoquellen genutzt werden. Die gute Nachricht: PC-Karten für digitalen TV-Empfang sind inzwischen massig erhältlich und sie kosten nicht mehr als ehemals analoge Karten. Die schlechte Nachricht: Bei den neuen digitalen Dinger muss so einiges beachtet werden. Dieser Report zeigt was Sache ist.

An der alten Spielregel Nummer 1 ändert sich auch bei den neuen Karten nichts: Auf der Prospekten und Verpackungstexten ist die Welt in Ordnung. Unter der Haube wird es allerdings ruckzuck brenzlig. Wer denkt schon, dass ein Rechner, der jahrelang klasse mit einer analogen TV-Karte super funzte bei Umstieg auf eine digitale TV-Karte plötzlich zu lahm wird? Pech für alle, die einen alten PC als Multimedia-Server nutzen.

Wer denkt schon, dass ein Hersteller so dumm ist, eine Karte so zu konstruieren, dass manche Stecker nicht in die Buchsen zu kriegen sind, weil die idiotisch platziert sind? Wer denkt schon dran, dass eine Fernbedienung zwar klasse aussieht und eine sehr ergonomische Tastenanordnung hat, dass Gehäuse allerdings derart idiotisch gewölbt ist, dass sie nur extrem mies in der Hand liegt?

Es gibt also jede Menge Gründe, den neuen Kärtchen mal gründlich auf den Zahn zu fühlen...

DVB-T bundesweit - was jetzt Sache ist
Logisch: Der Kauf einer DVB-T-Lösung macht natürlich erst dann Sinn, wenn sichergestellt ist, dass im Wohngebiet DVB-T überhaupt empfangbar ist. Detaillierte Infos dazu gibt es beispielsweise hier im Internet:

__image__ src=http://www.pcreport.de/online2004/bilder/fullsize/tvkarte-2005-25.jpg width=1116 height=752 overflow_height=350 http://www.ueberall-tv.de - hier gibt es Infos wo DVB-T bereits jetzt vollständig empfangbar ist oder ob es sich erst im Testbetrieb befindet.

Die Seite ist auch nützlich um Rauszukriegen welche Antennenleistung wo nötig ist. Wer in Sendernähe wohnt, dem reicht eine billige Minimalstantenne aus, in sehr schwachen Gebieten kann es nötig sein, dass eine Aussenantenne nötig ist. Ist eine Antenne zu schwach, dann lässt sich das recht leicht erkennen. Das TV-Bild hat dann öfters Aussetzer, es bilden sich Mosaikeffekte - typisch bei unkontinuierlichen MPEG2-Datenströmen.

Digitaler TV-Empfang - Karten und Unterschiede

Grundsätzlich gelten die gleichen Spielregeln wie früher bei analogen TV-Karten. Erfreulicherweise ist die Qualität des Empfangsteils (Tuners) auf der Karte nicht mehr so dramatisch. Bei digitalem TV-Empfang gibt es kein "Bildrauschen" - entweder das Bild kommt optimal rein oder es kommt nichts. Der gravierendste Unterschied der neuen digitalen zu den alten analogen: Viele Hersteller verzichten vollständig auf analoge Videoeingänge (Composite Video, Svideo).

Zum Aufnehmen alter analoger Videoquellen sind diese Karten also unbrauchbar. Wer noch eine alte analoge Karte hat, kann die natürlich gemeinsam mit einer neuen digitalen TV-Karte betreiben. Dann werden einfach die analogen Videoeingänge der alten weiter genutzt, es kann dann verschmerzt werden, wenn die neue digitale keine anlogen Eingänge hat. Die Tabelle zeigt, welche Karten es gibt und welche Grundanschlussmöglichkeiten sie so haben:

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