Das DSL-Kompendium - Teil 5

DSL Tuning: Faule Konfigurationen reparieren

Eigentlich gibt es bei DSL keine speziellen Speed-Tricks. Wenn die Verbindung richtig steht, dann kann man sie auch nicht weiter erhöhen. Um zu testen ob alles ok ist, muss man die Geschwindigkeit aber ausmessen.

Seit DSL "In" ist, häufen sich in Fachpublikationen auch sensationelle Schlagzeilen wie "So tunen Profis DSL bis zum Anschlag", tonnenweise werden Tipps und Tricks publiziert, mit denen Du angeblich "alles" aus Deiner DSL-Verbindung rausholst. Um es kurz zu machen: Es gibt bei DSL keine speziellen geheimen Speed-Tricks. Wenn eine DSL-Verbindung richtig konfiguriert ist - sprich sie funktioniert - dann gibt's keinen Geheimschalter der die Speed verdoppelt oder verdreifacht. Dieser Beitrag zeigt, wie nachgemesen wird, welche Geschwindigkeit eine DSL-Leitung bringt.

Bestätigt ein "Tachometer" die vom DSL-Provider gebotene Speed, dann ist Tuning ziemlich witzlos.

Der grosse Trick Nummer 1 beim DSL-Tuning besteht eigentlich nur darin, mit einem Messprogramm zu prüfen ob die vom DSL-Provider versprochene Bandbreite zustande kommt. Verspricht ein DSL-Provider eine Bandbreite von 1500 KBit/s und das Messprogramm zeigt "so um die" 1500 KBit/s an, dann ist alles bestens - die Jagd nach Speedtricks ist sinnlos. Liegt der gemessene Wert dramatisch unter dem Versprochenen, dann besteht Handlungsbedarf: Vermutlich ist an der Konfiguration was faul.

T-DSL Speed verstehen, richtig messen
Bedenke, dass selbst eine für DSL-Verhältnisse geringe Bandbreite von 1000 KBit/s sich nicht ohne weiteres IMMER nutzen lässt. Auch mit einer schnellen Empfangstechnik kriegst Du Daten nicht schneller rüber, als sie die Gegenstelle hergibt. Ist ein Download-Server überlastet und spuckt nur ein paar Zerquetschte pro Sekunde aus, dann kriegst Du auch über die dickste DSL-Leitung nicht mehr rüber. Es ist also Blödsinn nur eine einzige Datei irgendwo downzuloaden und nachzumessen ob dabei die vom DSL-Provider versprochene Bandbreite rüberkommt. Vor dem Messen muss also für möglichst hohe Belastung gesorgt werden: Beispielsweise mit einem File-Sharing-System. Wenn tonnenweise Videos und Sounds gleichzeitig gesaut werden DANN wird auch richtig Bandbreite gefordert.

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