Explorer auf Horrortrip

Wenn Windows stillsteht

Wahnsinn: Selbst bei einem perfekt installierten Windows XP System mit schnellsten Komponenten, kann die Leistung schlagartig brutal einbrechen - das System steht für Sekunden bis Minuten fast still, lässt sich nur noch im Schneckentempo bedienen. Und das auch dann, wenn im System keinerlei rechenintensive Anwendung läuft! Dieser Beitrag zeigt was schiefläuft und was zu tun ist. Von Michael Nickles

Explorer auf Horrortripp - wenn Windows stillsteht

Wahnsinn: Selbst bei einem perfekt installierten Windows XP System mit schnellsten Komponenten, kann die Leistung schlagartig brutal einbrechen - das System steht für Sekunden bis Minuten fast still, lässt sich nur noch im Schneckentempo bedienen. Und das auch dann, wenn im System keinerlei rechenintensive Anwendung läuft! Dieser Beitrag zeigt was schiefläuft und was zu tun ist.

Dieses Megaproblem ist keine Seltenheit und bekannt! Bricht ein Windows-System in der Leistung plötzlich total ein, muss für einen ersten Check der Windows-Taskmanager mit Tastenkombination STRG-ALT-DEL aktiviert werden. Auf der Dialogseite "Prozesse" ist dann zu checken, wie es aktuell mit der CPU-Belastung aussieht, sprich welches Programm gerade wieviel Rechenzeit frisst.

Im Fall eines scheinbar grundlos kriechenden Windows XP sieht die Sache meist so aus:

__image__ src=http://www.nickles.de/stories/images/mn/taskmanager.jpg Kirre: Der Windows-Dateiexplorer frisst hier gerade 98 Prozent der Rechenleistung, obwohl er eigentlich gerade nichts tut!

Schuld ist also der Datei-Explorer - zumindest scheinbar! Tatsächlich ist der Datei-Explorer ein sehr komplexes Ding, das tief im System drinnenhängt. Blöderweise können viele im Hintergrund laufende Programme sich in den Mechanismus des Explorer reinhängen (beispielsweise Virenscanner) - und die bringen ihn auf den Horrortrip.

Das Problem wurde insbesondere bei Windows XP Systemen seit installiertem Servicepack 1 beobachtet. Das Servicepack 1 bringt nämlich einen "neu programmierten" Explorer und diverse Programme die sich reinhängen kapiern das nicht. Schuld an der hohen CPU-Belastung ist also nicht unmittelbar der Datei-Explorer selbst.

Wichtig: Auch bei schliessen sämtlicher Explorer-Fenster kann die CPU-Belastung bei 98-100 Prozent verbleiben, weil der Explorer dennoch im Hintergrund rummacht! Ein Blick in den Windows-Taskmanager und abschiessen aller Explorer-Prozesse ist also unvermeidlich! Sollte danach kein Windows-Desktop mehr verfügbar sein, kann im Windows-Taskmanager unter "Datei- Neuer Task ausführen" und Eingabe von Explorer ein neuer Explorer gestartet werden, Desktop und Taskbar erscheinen dann wieder.

Hinweis: Vor Durchführen der folgenden Problembehebungsschritte sollte natürlich wie immer ein Viren- und Trojaner-Scan durchgeführt werden. Ist ein Virus oder Trojaner im System, dann können jegliche denkbaren Systemprobleme auftreten!

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