Besser zusammenleben - Unix unter Windows

Interix 2.2 für Windows 2000

Mit der neuen Version von Interix liefert Microsoft die Möglichkeit Unix Programme und Skripte unter Windows 2000 auszuführen. Interix ersetzt dazu das zum normalen Lieferumfang von Windows NT bzw. 2000 gehörende Posix Subsystem. Was Interix 2.2 alles zu bieten hat steht im folgenden Beitrag. Von Thomas Wölfer.

Die Umgebung



Zunächst einmal bietet Interix über 300 Kommandozeilentools, die für das Arbeiten in einer Unixumgebung erforderlich sind. Ferner werden eine Korn, eine Bourne und eine C-Shell geboten. Eine Bash steht außerdem als fertiges Executable zum Download von der Interix-Webseite bereit. Die Job Kontroll Fähigkeiten der Shells funktioniert problemlos - Hintergrundprozesse sind also möglich.



Shellscripte laufen ebenfalls sehr problemlos, lediglich absolute Pfade müssen angepasst werden. Interix installiert sich in einem eigenen Verzeichniss, so daß der Unix Standardpfad auf die Shell '/bin/sh' nicht vorhanden ist.



Wer häufig Shell Skripte portieren muß kann aber natürlich auch eine Kopie seiner Shell an dieser Stelle anlegen.


X-Server betreiben: Kein Problem - besorgen muß man sich ihn aber woanders.

Scriptsprachen
Die wichtigsten Scriptsprachen sind bei Interix ebenfalls dabei - dazu gehören awk, perl 5.003_05, sed sowie Tcl 7.6 und Tk 4.2. Interessant dabei für alle alle Cross-Plattform Betreuer und Entwickler: Im Windows Services für Unix Paket von Microsoft gibt es außerdem die Native Win32 Implementierung von Perl.

Zugriffsrechte
Im Betrieb sind die Zugriffsrechte der Unix-Umgebung unter Windows natürlich der erste Stolperstein - Interix geht dabei aber einen sinnvollen Weg und übersetzt die Zugriffsrechte von Windows 2000 auf Unix-typische Rechte: Das Benutzer- und das Gruppenfeld wird dabei direkt übernommen. Natürlich sind nicht alle Elemente transparent zu übersetzen, und so gibt es einige Unterschiede im Verhalten: Im Gegensatz zu Unix ist es unter Windows 2000 nicht möglich, das Eigentum an einer Datei aufzugeben. Ein 'chown user Dateiname' schlägt also fehl. Das traditionelle Unix verhalten, daß ein User 'excecute' Rechte auf alle Verzeichnisse im Pfad zu einer Datei benötigt um auf sie zugreifen zu dürfen ist unter Windows 2000 nicht standard, läßt sich aber erzwingen.

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