Windows von Linux nutzen
Mit
Samba können auch die unter
Windows im Netz freigegebenen Verzeichnisse verwendet werden.
Unter Windows wurde auf der Kommandozeile das 'net' Kommando verwendet, um
Netzwerkfreigaben
anzuzeigen - unter Linux trägt das Gegenstück den Namen 'smbclient'.
Mit 'smbclient -L NameDesWindowsRechners' erscheint eine Liste der freigegebenen Resourcen
auf dem Windows-Computer mit dem Namen 'NameDesWindowsRechners'.
Verbindungen aufbauen ...
Um nun von Linux aus eine Verbindung zu einem freigegebenen Netzwerklaufwerk
aufzubauen, wird das Kommando 'smbclient /\/\/\/\windows/\/\NameDerFreigabeResource' verwendet. Ist
der Freigabename vorhanden, so muß Sie zunächst noch das Netzwerkpasswort eingeben werden
- dann kann mit einem Programm das dem
FTP Client ähnelt auf das
Share zugegriffen werden.
Es ist aber auch möglich den Zugriff auf ein freigegebenes Netzwerklaufwerk transparent
zu gestalten: Mit 'smbmount /windows/NameDerFreigabeResource MountPoint' kann ein solches
Laufwerk einfach in das Linux-Dateisystem gemountet werden.
Der smbclient hat ca. eine halbe Million Parameter - in der richtigen Kombination
kann daher auch ohne einen lokalen
Mountpoint verhältnismäßig angenehm mit
Netzwerkshares gearbeitet werden: Mit dem folgenden kleinen Skript wird beispielsweise
das als Parameter angegebene Verzeichnis angezeigt.
#!/bin/sh
# ls fuer samba
smbclient /\/\/\/\NameDesWindowsRechners/\/\NameDesShares IhrPasswort -c ls -D $1
Linux bietet sich als
Fileserver geradezu an - schon allein deshalb, weil ein ohne
X betriebenes Linux problemlos auf Rechnern betrieben werden kann, die aufgrund
von Leistungsmängeln als normale Desktops schlicht nicht länger einzusetzen sind -
mit diesem Beitrag sollte dieser Nutzung nichts mehr im Wege stehen.
Jürgen Bernau / Thomas Wölfer