Wacklige PCs - nein danke!

Der perfekte PC

Zurücklehnen und cool bleiben: Der Weg zum perfekten PC ist nicht leicht, aber er existiert! Dieser Einstiegs-Beitrag ins PC-Tuning zeigt, wie Du Schritt für Schritt vorgehen mußt, um aus einem wackligen PC einen zuverlässigen Renner zu machen.

Kohle fürs Tempo

Klar: Ein 1000-MHz-Prozessor ist schneller als einer mit 500 MHz. Teure 133-MHz-RAM-Bausteine sind schneller, als billige 66-MHz-Module. Neuere Speichermodul-Technologien sind meist schneller als ältere – zumindest ein wenig. Eine brandneue Testsieger-Festplatte macht mehr her als eine, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Und ein 50fach-CD-ROM schaufelt Daten flotter als ein uraltes '12x-Modell".

Und schnelle Komponenten sind teurer: Je mehr Kohle Du locker machst, desto größer ist die Chance, einen flotten PC zu kriegen. Aber: Maximaler Geldeinsatz bringt Dir noch lange nicht die perfekte Maschine: Es reicht nicht, die teuersten und schnellsten Teile zu haben, sie müssen auch perfekt harmonisieren, damit echte Leistung dabei rauskommt. Und genau das ist das Riesenproblem. Mach Dir keine Illusionen: Der erste Schritt zum perfekten PC heißt Abschiednehmen von einer fatalen Fehlannahme: nämlich daß die Windows-Betriebssysteme inzwischen so fortgeschritten seien, daß ihre Installations-Automatiken vielleicht taugen könnten. Das ist nicht der Fall. Es ist auch in diesem Jahrtausend immer noch elend schwierig, einen PC perfekt einzurichten.

Alles gleichzeitig: Digital TV Empfang mit MPEG2-Aufzeichnung des Films, Abspielen einer Video-CD, Surfen im Internet UND Brennen einer CD mit 6x-Speed. Besonders markant: Der Systemmonitor unten in der Mitte zeigt nur eine minimale CPU-Belastung an – trotz der vielen Dinge, die sich gleichzeitig abspielen! Ein perfekter PC kann so etwas – und er muß deshalb nicht teuer sein!

Das Geheimnis der Speed

Egal ob von Aldi, Vobis, Gateway, Waibel oder sonstwoher: Praktisch jeder PC wird heute in einem scheinbar tadellosen Zustand geliefert – er funktioniert mehr oder weniger. So lange an diesem PC nichts – ABSOLUT NICHTS – verändert wird, also weder irgendein Treiber-Update noch irgendeine zusätzliche Hardware ins Spiel kommt, ist die Kiste passabel. Es sei denn, sie ist grundversaut: Oft verbauen PC-Komplettanbieter brandfrische Komponenten und verwenden deren Treiber-Erstversionen, die fast immer tückisch sind. Paradebeispiel ist die Matrox G100 Productiva: Diese Karte funktionierte 1998 nicht einmal mit den Original-Microsoft-Treibern auf der Windows 98-Erstversion CD brauchbar. Ohne Treiber-Update produzierte Matrox' 'Productiva" in erster Line Windows-Totalabstürze – nach dem Treiber-Update wurde die G100 zur echten Spitzenkarte. 1999: Die Treiber der Voodoo 3000-Karten machten Ärger unter Windows 98, brachten den Internet Explorer ständig zum Zusammenbruch. Solche Dinge zwingen Dich als Anwender zum 'Updaten", und ruckzuck wird aus dem frisch gekauften PC ein Wrack: Nach dem Treiber-Update-Versuch kommt Windows nicht mehr hoch, Du hast den Terror hoch 10. Noch brutaler ist Fall 2: Eine zusätzliche Steckkarte wird in einem funktionierenden 'Aldi"-Komplett-PC eingebaut – beispielsweise eine TV-Karte, eine Netzwerkkarte. Oder eine 'schlechte Karte" wird irgendwann durch eine bessere ersetzt. Das ist dann die Stunde der Wahrheit: Ist ein PC sauber 'grundkonfiguriert", dann steckt er solche Update- und Erweiterungsaktionen (zumindest bis zu einem gewissen Punkt) streßlos weg. Befindet sich ein PC allerdings in einem zwar funktionstüchtigen, aber maroden Ausgangsstadium, dann fliegt er Dir schnell um die Ohren.

Kommentare zu diesem Artikel (2)

Windowsuser
Bei dem Artikel werden die Bilder nicht mehr angezeigt!!!
Michael Nickles
Danke für den Hinweis. Bei sehr alten achivierten Artikeln scheint es ein Bildproblem zu geben. Wir werden das bei Gelegenheit untersuchen.

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