Wie gesagt sind die Setup-Software und die Treiber der Platte auf einem "virtuellen CD Laufwerk" drauf, das Western Digital mit eigenem Laufwerkbuchstaben einbindet. Auf dieser "CD" befindet sich auch der Mechanismus, den Western Digital für die Verschlüsselungs-/Passwort-Funktionen der Platte benötigt. Das Laufwerk befindet sich auf einem geschützten Bereich der Platte und belegt 644 MByte Kapaziät.
Die Anwendungssoftware ist bei Western Digital in einer eigenen Partition untergebracht, die sich mit eigenem Laufwerkbuchstaben reinhängt und sich nicht entfernen lässt.
Bei einer Platte mit 1,5 Terabyte lassen sich 644 fehlende MByte gewiss verschmerzen. Ärgerlich ist es aber trotzdem, wenn man dieses virtuelle CD Laufwerk nicht haben will, die Plattenkapazität bis aufs letzte Bit frei haben will und auch die Verschlüsselung nicht braucht.
Nachdem wohl diverse WD-Nutzer gemotzt haben, hat Western Digital ein Tool namens "Virtual CD (VCD) Manager for Windows" bereitgestellt, mit dem sich die virtuelle CD deaktivieren lässt. Wohlgemerkt deaktivieren, also "verstecken". Total entfernen lässt sich dieser geschützte Bereich nicht. Dieses Extra hat man halt, egal ob man es will oder nicht und 644 MByte der Platte sind halt unnutzbar. Western Digital spart es sich so halt, eine Setup-CD beipacken zu müssen.
[2010]WD Smartware - absurder Arbeitsspeicherverbrauch
Bleibt noch eine Kleinigkeit: die WD SmartWare Anwendung wird nach ihrer Installation bei jedem Systemstart automatisch geladen - egal ob am Rechner eine WD-Festplatte angeschlossen ist oder nicht. Das Ding nistet sich unten rechts in der Taskleiste ein. Per Klick auf das Bildsymbol lässt sich WD SmartWare starten.
Beenden lässt sich die Software allerdings weder über das Bildsymbol, noch im Anwendungsdialog selbst. Ein Vorübergehendes Deaktivieren ist also unmöglich - so man das nicht radikal über den Taskmanager macht. Im Taskmanager zeigt sich schließlich, dass Western Digital vier Prozesse laufen lässt:
WDDMService.exe (8.940 KByte)
WDDMStatus.exe (12.629 KByte)
WDSmartWare.exe (102.924 KByte)
WDSmartWareBackgroundService.exe (11.108 KByte)
Insgesamt verbrät dieser Schrott also rund 135 MByte Arbeitsspeicher.
Wahnsinn: Western Digitals Smartware-Anwendung verbrät 135 MByte Arbeitsspeicher - auch wenn sie gar nichts tut, nicht mal eine WD-Platte am Rechner angeschlossen ist.