Auszug aus dem Filesharing Report

Filesharing - Systeme im Überblick

Kaum eine Software-Szene bewegt sich zur Zeit so schnell wie die Filesharing-Systeme. Nonstop kommt was Neues, ständig werden Programme modifiziert. Heute ist das System ABC der Megahit, morgen kommt XYZ. In diesem Buch werden alle gängigen... Von Michael Nickles

Kaum eine Software-Szene bewegt sich zur Zeit so schnell wie die Filesharing-Systeme. Nonstop kommt was Neues, ständig werden Programme modifiziert. Heute ist das System ABC der Megahit, morgen kommt XYZ. In diesem Buch werden alle gängigen Filesharing-Systeme berücksichtigt. Der springende Punkt: Nahezu alle Systeme basieren auf ähnlichen Verfahren, die Einstellungen und Bedienungs-Spielregeln sind sehr ähnlich. Lass Dich also nicht verrückt machen, wenn Du in diesem Buch einen Tipp zu einer älteren Programmversion eines Tools findest. Alle Tipps sind hier so beschrieben, dass sie sich gut auch für "neuere" Versionen verwenden lassen. Am Ende dieses Buchs wirst Du die Thematik Filesharing universell verstehen und wissen, wie auch neueste Systeme optimal genutzt werden, die in diesem Buch noch nicht vorgestellt sind.

Woher Datenmassen kommen - die Backgrounds
Musik, Software, Videos, Bilder, Bücher - im Internet gibt's alles, aber nicht überall! Wer denkt, er könne den neusten Kinofilm irgendwo im WWW über den Internet Explorer runterladen, unterliegt einem Irrtum. Niemand kann es sich leisten Raubkopien im "GByte-Umfang" über das WWW zu vertreiben - schlicht zu hoch sind die Kosten für den Datentransport, den der bezahlen muss, der Dinge zum Download bereitstellt. Und deshalb tut's keiner. Finden sich im WWW dennoch irgendwelche Angebote von Raubkopien, dann sind das in der Regel Fakes - meist steckt ein kostenpflichtiger Dialer-Mechnanismus hinter einem Download.

Daten kommen nicht aus dem Nichts, sie können nur dann geholt werden, wenn sie auf irgendeinem Computer von irgendwem auch bereitgestellt werden. Konkret: Du kannst einen Film oder ein Musikstück nur dann irgendwo runterladen, wenn es auch irgendwo existiert. Generell gibt es zwei Wege um Daten im Internet zu transportieren:

Daten-Transportmethode Hintergrund
1. Server-Download

Bei der Server-Methode befinden sich alle Daten auf EINEM Computersystem, das sie bereitstellt, dem Server. Internet-Teilnehmer (A, B, C) können sich auf diesem Computersystem einloggen und dann dort die Daten abholen. Das Problem: Der Betreiber des Servers muss den Datentransport bezahlen. Und: Je mehr Leute sich gleichzeitig auf dem Server einloggen, desto langsamer wird die Verbindung, bis halt irgendwann Sense ist und nichts mehr geht. Konkret: Kein Normalsterblicher kann es sich leisten, ein paar tausend Gigabyte am Tag an andere zu schicken. Das können nur große Unternehmen - und die wollen dafür Geld. Die Idee einen aktuellen Spielfilm GRATIS aus dem WWW herunterzuladen kannst Du also in der Pfeife rauchen. Zum Zweiten: Niemand ist so blöde, Copyright-geschützte Daten auf seinen Server zu stellen - es vergeht nur minimale Zeit bis er geschnappt wird und in den Knast wandert. Einen Server anonym zu betreiben geht halt nicht.
2. Filesharing

Bei Methode 2, gibt es kein zentrales Computersystem auf dem sich Daten befinden. Alle Teilnehmer verschalten sich zu einem "eigenen Netzwerk" in dem die Daten transportiert werden. Das heißt: Jeder NIMMT und jeder GIBT! Hat Teilnehmer A einen Film auf der Festplatte, dann kann er von B und C gesaugt werden. Gleichzeitig darf A von B und C Daten holen. Je mehr Teilnehmer mitmachen, umso größer wird der Datenbestand und die Effizienz des Systems. Alle die mitmachen, stellen also einen Teil ihres PC für das Tauschsystem bereit und dürfen dafür mitmachen. Das ist "Filesharing".

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