Das OSI-Modell
Wer
TCP/IP verstehen will, kommt um einige Grundlagen nicht herum: Das
OSI-Modell (Open Systems Interconnection). Danach ist eine Netzwerkarchitektur
aus Schichten aufgebaut - im OSI-Modell sind es sieben.
Daten gelangen von der obersten Schicht - der Anwendungsschicht (Application
Layer) durch alle Schichten runter bis zur Physikalischen Schicht und werden
dort auf das Kabel ausgeben. Beim Empfänger durchlaufen die Daten den
Stapel von unten nach oben bis zur Anwendungsschicht.
Worin besteht der Vorteil eines Schichtaufbaus? Die Antwort: In der
Flexibilität. Jede Schicht muss nur mit der darüberliegenden und der
darunterliegenden kommunizieren. Zum Besipiel könnte man leicht ein
weiteres Transportprotokoll hinzufügen, ohne zu wissen, dass es noch
weitere Schichten gibt, dass es ein Routing gibt usw.
Das TCP/IP-Schichtenmodell entspricht nicht genau dem OSI-Modell. Wie auf
dem Bild zu sehen, besteht es nur aus vier Schichten, die den OSI-Schichten
ungefähr zugeordnet sind. Auch die wichtigen TCP/IP-Protokolle sind im Bild
zu sehen - es sind 12 Stück (und es werden noch mehr werden), von denen
einige noch besprochen werden.
Der TCP/IP-Stapel ist an das OSI-Modell angelehnt.
Rechts sind alle wichtigen TCP/IP-Protokolle aufgeführt (Quelle:
Microsoft Corp).
Doch zunächst geht es darum, was in den Schichten überhaupt so
alles passiert…