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BIOS-Tuning: Prozessor - Cache

Im BIOS sind diverse Einstellungen durchzuführen, damit ein Prozessor optimal läuft. Moderne Mainboards lassen es im BIOS auch zu, Einstellung der Prozessorinstallation wie Spannung durchzuführen - früher ging das nur über Jumper auf dem Mainboard. Egal ob BIOS - oder Jumper, auf folgende BIOS-Einstellungen kommt es immer an... Von Michael Nickles

CPU-BIOS-Installation: Alle Optionen im Überblick

AGPCLK/CPUCLK (N / N)
Hier wird das AGP-Taktverhältnis abhängig vom externen CPU-Takt eingestellt. AGP ist auf 66 MHz spezifiziert, wird höher gedreht, besteht Crash-Gefahr. Die Einstellung (1/2) bewirkt bei einem 133-MHz-Bustakt-Prozessor, dass der AGP mit 133 MHz ÷ 2 = 66 MHz betrieben wird. Bei einem 100-MHz-Bustakt-PC wird (2/3) gewählt, um zwei Drittel von 100 MHz = 66 MHz für den AGP-Steckplatz zu kriegen.

CPU 1 Core Voltage (n,nn Volt)
Hier wird die Spannung für den Prozessor in Volt angegeben, falls manuelle Einstellung aktiviert ist.

CPU 2 Core Voltage (n,nn Volt)
Hier wird die Spannung für den zweiten Prozessor in Volt angegeben, falls manuelle Einstellung aktiviert ist - nur bei Dual-Prozessor-Systemen.

CPU Bus/PCI Freq (MHz)
Eine andere BIOS-Variante von »Ext. Clock (PCI)« - hier wird das gewünschte CPU-Bustakt/PCI-Takt-Gespann direkt als Zahlenpärchen aus einer Auswahlliste gewählt.

CPU(s) Power Supply (CPU Default, User Define)
Hier wird gewählt, ob die Spannungeinstellungen für den Prozessor vom Mainboard automatisch durchgeführt werden sollen (CPU Default) oder ob Du sie manuell selbst angeben willst (User Define).

CPU-Operating Speed (User Define, diverse CPU-Vorgaben)
Jedes Mainboard ist von Haus aus dafür vorgesehen, mit diversen Prozessorklassen klarzukommen. Der jeweilige Prozessor kann dann direkt in diesem Menüpunkt gewählt werden und das BIOS führt dann alle CPU-Einstellungen passend durch. Wird ein neuer Prozessor noch nicht angeboten, beispielsweise ein 1,5-GHzler, während das BIOS nur bis 1 GHz anbietet, dann hilft oft ein BIOS-Update. Oder: »User Define« wählen und dann sämtliche CPU-Einstellungen manuell durchführen - das ist auch für Overclocking-Aktionen natürlich das A und O.

Ext. Clock (PCI) (Bustakt und Teiler)
Hier wird der externe CPU-Bustakt und der PCI-Teiler eingestellt. 133 MHz (1/4) bedeutet also, dass der externe CPU-Takt 133 MHz beträgt und die PCI-Steckplätze mit 133 MHz / 4 = 33 MHz gefahren werden. Beim externen CPU-Takt stellst Du also den externen Takt ein, für den der Prozessor vorgesehen ist. Der Teiler wird dann so eingestellt, dass der PCI-Takt auf 33 MHz kommt - PCI ist auf 33 MHz spezifiziert, bei mehr als ca. 38 MHz PCI-Takt treten leicht Systemstörungen auf.

Multiplier Factor (xN)
Hier wird der berüchtigte Multiplikator eingestellt. Da der Multiplikator bei den meisten modernen Prozessoren fest verdrahtet ist, hat diese BIOS-Option in der Regel keine Auswirkung. Um sicherzugehen, stellst Du hier einfach den Multiplikator ein, der auch im Prozessor fest verdrahtet ist (siehe Prozessoren-Tabellen).

Turbo Frequency (enabled, disabled)
Achtung Spezialfall: Findet sich bei einem BIOS-Setup die Option »Turbo Frequency«, dann ist das eine Spezialität des Mainboard-Herstellers. Ein Aktivieren des Turbomodus beschleunigt den externen Bustakt meist so um 2-3 Prozent, »überbelastet« ihn also ein wenig. Mainboard-Hersteller haben so einen Modus, um beispielsweise die Stabilität ihrer Boards besser prüfen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Board dauerhaft stabil im Turbomodus läuft ist hoch, Stabilitäts-Freaks sollten hier allerdings besser abschalten: Es lohnt sich nicht, wegen 2-3 Prozent eine geringere Systemstabilität zu riskieren.

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