Betrug im Netz

Ebay-Betrüger über alle Berge

Die polizeilichen Ermittlungen gegen den eBay Betrüger mit dem Kürzel innovationtrading laufen auf Hochtouren. Nach Angaben der zuständigen Kripo sind bereits 100 Anzeigen aufgelaufen. Von Michael Glos.

Die polizeilichen Ermittlungen gegen den Ebay-Betrüger mit den Ebay-Kürzel 'innovationtrading' bzw. 'coolinnovations' laufen zur Zeit auf Hochtouren. Nach Angaben der zuständigen Kripo Augsburg sind bis zum heutigen Tage sind 100 Anzeigen aufgelaufen. Die Schadenssumme beläuft sich nach ersten Schätzungen in sechstelliger Höhe. Wieviel der Anbieter tatsächlich kassierte, ist nur der Kreissparkasse Augsburg bekannt. Denn dorthin wurde - wie bei eBay üblich - das Geld für die Artikel per Vorkasse überwiesen.

Betrachtet man die Anzahl der von dem Betrüger durchgeführten 410 Auktionen, dann wird noch einiges hinzu kommen, denn die Mehrzahl waren sogenannte Powerauktionen, in denen teilweise mehrere hundert Artikel versteigert worden sind. Möglicherweise sind bzw. waren neben den beiden Kürzeln 'innovationtrading' bzw. 'coolinnovations' noch weitere mit betrügerischen Absichten unterwegs. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen gibt Ebay hierzu keine Stellungnahme ab.


Die Betrüger traten unter anderen unter dem Namen innovationtrading auf.

Die Bankkonten sind mittlerweile gesperrt - wer nach dem 22. Oktober 2001 Geld überwiesen hat, hat gute Karten sein Geld über die Bank zurückzuerhalten. Jene, die in der Woche zuvor die ersteigerte Ware per Vorkasse bezahlt haben, schauen in die Röhre. Der Firmenbesitzer hat in der KW42 das Bankkonto leergeräumt und befindet sich seitdem auf der Flucht. Wertgegenstände in dessen Büro oder Wohnung sind nicht zu finden. Die Büroräume an der Augsburger Straße in Schwabmünchen sind unverschlossen und verwüstet.

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