Alle umsonst!

Spieleleistung messen und checken

Als Ausgangsbasis für das 3-D-Tuning benötigst Du eine Portion Test-Tools. Zum Testen von 3-D-Leistung gibt es zwar viele kostenlose Programme, die allerdings mit verschiedenen Methoden testen. Es reicht nicht aus, sich den nächstbesten 3-D-Benchmark zu besorgen und sich dann ans Overclocken der Grafikkarte zu machen. Hier eine Übersicht zu brauchbaren Testwerkzeugen und wie Du sie richtig einsetzt. Von Michael Nickles.

Generell gilt beim 3-D-Testen:

Benchmark-Typen verstehen - die Unterschiede

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Es gibt diverse Benchmark-Arten, mit denen Du 3-D-Leistung messen kannst:

Benchmark-Typ Bemerkung
1. 'Super-Benchmarks' Diverse 3-D-Tests mit gigantischem Ausmaß sind im Umlauf, einer davon ist 3DMark. Das Problem dieser Megatests: Sie dienen zum Benchmarken der neuesten Grafikkarten-Generationen und Spiele. Zur Beurteilung der Grafikleistung von aktuell verfügbaren Spielen sind diese Tests nur bedingt aussagekräftig.
2. Herstellereigene Benchmarks Auch von 3-D-Herstellern selbst angefertigte Benchmarks sind im Umlauf. Du kannst Dir wahrscheinlich leicht selbst vorstellen, dass ein von Hersteller A entwickelter 3-D-Test einem 3-D-Chip dieses Herstellers wohl kaum schlechte Leistung bescheinigen wird. Es kommt immer darauf an, was man misst und wie man das tut. Zum Vergleichen verschiederer 3-D-Karten kannst Du die Hersteller-Tools vergessen. Zum Testen von Overclocking-Experimenten sind sie allerdings durchaus empfehlenswert.
3. Spiele, Demos Viele aktuelle 3-D-Spiele lassen sich auch als perfekte 3-D-Benchmarks missbrauchen. In der Regel reicht es aus, wenn Du die kostenlose Demoversion des Spiels hast.

Meist ist irgendwo in einem Menü ein Testschalter versteckt, oder das Spiel muss mit einem bestimmten Parameter aufgerufen werden.


Einsteiger-Tipp: Du erfährst beispielsweise, dass das Spiel XYZ einen Benchmark drinnen hat, der dadurch aktiviert wird, dass man das Spiel mit dem Startparameter -TEST aufrufen muss. In solchen Fällen musst Du mit dem Windows-Explorer rein in das Verzeichnis, in dem das Spiel installiert ist, und seine Startdatei - EXE-Datei - ausfindig machen. EXE-Dateien werden mit einem Doppelklick gestartet, wobei allerdings kein Aufrufparameter (-test) angegeben werden kann. So mancher geht dann so vor: MS-DOS-Eingabeaufforderung starten, ins Spielverzeichnis wechseln und dann das Spiel von der Kommandozeile aus mit dem gewünschten Parameter starten. Diese Vorgehensweise ist falsch. Wenn ein Benchmark läuft, sollten möglichst keine anderen Anwendungen aktiv sein - und schon gar nicht eine MS-DOS-Eingabeaufforderung, die viel CPU-Leistung fressen kann und dadurch das 3-D-Testergebnis empfindlich beeinflusst. Der richtige Weg ist der im Bild beschriebene: Du musst im Spielverzeichnis eine Verknüpfung auf die EXE-Datei anlegen, die das Spiel startet. Bei den Eigenschaften dieser Verknüpfung lässt sich dann der gwünschte Aufrufparameter eintragen. Im Bild wird als Beispiel der Turok-TMARK-Test aktiviert. Er erfordert, dass die Spielstartdatei Turokdemo.exe mit den Parametern -benchmark -alldrivers gestartet wird.


Um einem Windows-EXE-Programm einen Aufrufparameter zuzuweisen, legst Du eine Verknüpfung auf diese EXE-Datei an (Rechtsklick auf EXE-File, dann Verknüpfung wählen). Der Verknüpfung kann dann der Aufrufparameter zugeteilt werden (Rechtsklick auf Verknüpfung, dann Eigenschaften-Seite wählen).

Abhängigkeiten

Spiele-Benchmarks liefern als Testergebnis die Anzahl der Bilder pro Sekunde, die im Durchschnitt bei Ablauf eines Spieledemos dargestellt werden konnten. Je mehr desto besser. Je nachdem, wie ein Spiel programmiert wurde, ist es hauptsächlich vom Prozessor, der Grafikkarte oder beidem abhängig. So kann es Dir passieren, dass Du bei einem Video-Overclocking-Experiment beim einen Spiel einen enormen Leistungszuwachs feststellst, beim anderen so gut wie keinen. Es ist wichtig, dass Du weißt, wovon ein Spiel seine Leistung abhängig macht - Details dazu in den folgenden Abschnitten.

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