Ein PC macht alles

Totale Verschaltung

Beim Verwirklichen einer Multimedia-Zentrale ist eines Grundbedingung: Sämtliche Funktionalität muss immer, jederzeit, überall verfügbar sein. Wie das geht zeigt dieser Beitrag. Von Michael Nickles.

Es ist nicht sinnvoll, den Arbeits-PC zu belasten. Da die Hardwareanforderungen für einen Multimedia-PC, der alle gewünschten Zwecke erfüllt, ohnehin minimal sind, ist es besser, einen alten PC dafür zu verwenden oder einen neuen, billigen dafür anzuschaffen. Bedenke: Der Multimedia-PC erfüllt klar definierte Zwecke - seine Rechenleistung und sonstige Hardware reicht im Prinzip also auf Jahre hinaus.


Konzepte: Schick oder unsichtbar

Schwarze PC-Gehäuse im Hifi-Look - die Lösung fürs Wohnzimmer?

Viele suchen einen Weg, einen PC möglichst schick ins Wohnzimmer zur Unterhaltungselektronik zu integrieren. Da werden Gehäuse schwarz lackiert, oder spezielle Desktop-Gehäuse im Hifi-Look angeschafft. Dann kommt die Sache mit dem Lärm auf den Tisch. Wie kriegt man die Kiste möglichst leise - Ventilatoren-Surren und Festplatten-Rudeln bringen's im Wohnzimmer nicht. Im Internet herrscht reger Austausch, wie ein optimaler leiser Wohnzimmer-PC zusammengebastelt wird. Sorry, aber dieser PC-ins-Wohnzimmer-Ansatz ist Steinzeit. Das Konzept der Zukunft heißt vielmehr: Weg mit dem PC, zumindest aus dem Blickfeld und ab in die Besenkammer oder einen anderen geeigneten Nebenraum.

Beispielwohnung - der Standardfall

Mal ganz abgesehen von der PC-Technik, muss die ganze Sache von vorneherein universell geplant werden. Im Bild ist eine typische Drei-Zimmer-Wohnung zu sehen: Schlafzimmer, Wohnzimmer und Arbeitszimmer, Küche, Bad. Ein reines Beispiel - es könnte auch eine kleinere Wohnung, eine größere oder ein ganzes Haus sein.

Der große Fernseher steht in der Regel im Wohnzimmer. Die TV-Programme kommen entweder über Antenne, Kabel oder Satellit rein. Im Beispielwohnzimmer (siehe Bild) hängt die SAT-Schüssel an einem SAT-Receiver, der wiederum am Fernseher hängt. Typischerweise sollen auch TV-Programme aufgezeichnet werden. Und deshalb befindet sich der Videorekorder (oder die Videorekorder) auch gleich im Wohnzimmer beim Fernseher. Als nächste Komponente macht sich im Wohnzimmer die Stereoanlage mit ihren Boxen breit. Im Normalfall kommen jetzt noch ein paar Fernbedienungen hinzu. Und fortschrittliche Leute besitzen noch Dolby-Equipment mit bis zu 6 Lautsprechern -- und das war's. Nicht im Bild zu sehen sind die zahlreichen Datenträger, die irgendwo platzfressend verstaut werden müssen: Videokassetten, CDs, MiniDiscs, Audio-Kassetten.


Typische 3-Zimmer-Wohnung mit durchschnittlicher Unterhaltungselektronik-Ausstattung.

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