Authentifizierung
Eine der wichtigsten Fragen beim Betrieb eines Web-Servers lautet: Wer darf was wo tun? Es
muss die Möglichkeit geben, bestimmten Benutzern oder Gruppen den Zugriff auf die
Site
sowie auf einzelne Verzeichnisse oder Dateien zu erlauben oder zu verweigern. Für diese
Authentifizierung gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Anonyme Anmeldung
Anonyme Anmeldung bedeutet, dass zur
Anmeldung weder Benutzername noch Kennwort nötig sind. Anonyme Anwender dürfen das, was das
Konto
IUSR_computername darf, dass die IIS bei der
Installation automatisch anlegen.
Für
computername ist der NetBIOS-Name des
PC eingesetzt. Über die Eigenschaften
dieses anonymen Internet-Gastkontos informieren Sie sich leicht in der Benutzerverwaltung.
Es gehört zur lokalen Gruppe der Gäste, verfügt also nur über sehr eingeschränkte
Möglichkeiten. Bei den Kennwortrichtlinien ist
Kennwort läuft nie ab aktiviert,
das Kennwort bleibt also ewig gültig und kann auch nicht geändert werden (
Benutzer kann
Kennwort nicht ändern).
Als anonymes Konto kann ein beliebiges anderes Konto eingerichtet werden, das allerdings mit
den richtigen Rechten ausgestattet sein muss, zum Beispiel mit dem Recht zur lokalen
Anmeldung.
Anmeldung mit eigenem Konto
Die zweite Art der Authentifizierung beruht auf einem persönlichen Konto auf dem Server.
Nur wer ein solches hat, erhält Zugriff, insbesondere die anonyme Anmeldung ist damit
ausgeschlossen. Benutzername und Kennwort können verschlüsselt werden oder nicht. Bei der
Standardauthentifizierung werden die Anmeldeinformationen im Klartext übertragen, bei der
integrierten Windows-Authentifizierung sind sie stark verschlüsselt. Diese Verschlüsselung
kann aber nur in homogenen Umgebungen eingesetzt werden, zum Beispiel in einer
Windows-Domäne. Unix-Rechner können nicht damit umgehen. Somit kann diese
Authentifizierung auch nicht im Internet eingesetzt werden. Hier muss Klartext verwendet
werden. Wer eine Verschlüsselung benötigt, setzt
SSL ein.
Der Web-Server unterscheidet zwei Zugriffsarten: Anonym oder
authentifiziert auf Site-, Verzeichnis- und Dateiebene.
Bei Authentifizierung regeln die NTFS-Berechtigungen, wer wie Zugriff hat. Diese lassen
sich per Hand über die Eigenschaften von Ordnern und Dateien einstellen oder über den
Berechtigungs-Assistenten.