ARP
Um ein Netzwerkgerät wie eine Netzwerkkarte anzusprechen, ist eine
eindeutige
Adresse nötig. Diese ist aber nicht die IP-Adresse, wie man
vielleicht meinen könnte, sondern die sogenannte
MAC-Adresse (Media
Access Control). Die MAC-Adresse kennzeichnet sowohl den Hersteller als
auch das Gerät eindeutig. Sie ist 6
Byte groß. Die ersten beiden Byte
identifizieren den Gerätehersteller eindeutig, die restlichen vier das
Gerät, woraus sich unschwer errechnen läßt, dass 2 ^ 32 = ca. 4 Milliarden
Geräte damit eindeutig adressiert werden können. Die MAC-Adresse erhält man
mit
ipconfig /all bei NT/2000 oder
Winipcfg bei ME.
Das ARP-Protokoll (Address Resolution Protocol) löst die IP-Adresse in
die MAC-Adresse auf, und zwar mit einer Methode, die Broadcasting heisst.
1.
IP sendet dazu ein Datenpaket an ARP. Dieses enthält unter anderem die
Quell-IP der sendenden Netzwerkkarte, die entsprechende MAC-Adresse sowie
die Ziel-IP.
2. Um das Paket zuzustellen, sieht
ARP in seinem
Cache nach, ob vielleicht
kürzlich diese IP schon aufgelöst wurde. Falls ja, kann es das Paket
unverzüglich zustellen. Falls nicht, wird ein ARP-Paket geschnürt und an
alle Stationen in diesem Segment gesendet.
Der Prozess für die Auflösung einer IP-Adresse in eine
MAC-Adresse wird vom ARP-Protokoll in mehreren Schritt
durchgeführt (Quelle: Microsoft Corp).
3. Alle Hosts im Subnet untersuchen das ARP-Paket daraufhin, ob es für sie
bestimmt ist. Falls ja, sendet der Host eine Antwort mit seiner MAC-Adresse,
falls nicht wird das ARP-Paket verworfen.
4. Der Ziel-Host sendet eine Anwort an den Quell-Host.
5. Die MAC-Adresse wird zusammen mit der IP im ARP-Cache gespeichert.
6. Das IP-Paket wird zugestellt.
ARP funktioniert nur in der eigenen Broadcast-Domain. Das ist das
eigene Subnet, in dem die Rundsendungen verschickt werden. Bei einem
Remote-Host wird die MAC-Adresse des Routers verwendet. Den eigenen
ARP-Cache kann man übrigens mit arp –a anzeigen lassen.