Ich bin zum Schluß den Standardweg gegangen, hab also nicht bei der Pressestelle angerufen, sondern bei der "Hotline". Der telefonische Support ist bei Western Digital kostenlos. Wann man das erste Mal anruft, sollte man sich aber sehr gründlich überlegen:
Englischsprachiger Verpackungsaufkleber an der Gehäuseunterseite: "Free 30 day support from date of first call". Auf Deutsch: Support gibt es nur 30 Tage lang ab dem ersten Anruf. Treten später Probleme auf (und das tun sie gewiss!), hat man Pech beziehungsweise muss blechen.
Das Durchkommen bei der Hotline ging erfreulicherweise ratzfatz und es war eine sehr nette Dame dran, die sich zu meiner Überraschung verdammt gut auskannte. Helfen konnte sie leider nicht, sondern meine hier beschreibenen Probleme leider nur bestätigen. Die sollen wohl nicht in allen Fällen auftreten, aber sie sind bekannt.
Tatsache ist: das zum Testzeitpunkt aktuelle Firmware-Update scheint eine Macke zu haben. Macht man es (wie empfohlen) drauf, dann lässt sich die aktuelle WD SmartWare Software halt nicht mehr installieren. Die Dame von der Hotline bestätigte mir, dass Western Digital mit Hochdruck an einer Lösung des Problems arbeitet.
Die einzige mögliche Empfehlung: halt erst mal mit der alten WD SmartWare Version arbeiten und alle Weile auf der Western Digital Homepage abchecken, ob es ein Firmware-Update gibt, das das Problem löst.
Auf der Update-Seite war am 28.6.2010 zu lesen, dass die Firmware zuletzt am 11.3.2010 aktualisiert wurde, also zum Testzeitpunkt vor rund 3,5 Monaten. Unverständlich ist, dass Western Digital die problematische Firmware weiter zum Download anbietet, obwohl bekannt ist, dass sie Ärger macht.
Also: Erst mal die alte "Backup-Software" verwenden und drauf hoffen, dass irgendwann ein Firmware-Update kommt, dass die Installation der neuen WD SmartWarte zulässt? Darauf hatte ich keinen Bock. Denn:
Hier informiert Western Digital, dass die neue SmartWare Version enorme Verbesserungen hat. Sie soll bis zu 5 Mal flotter sein und weniger Systemresourcen verbraten, damit man während Backups nicht beim Arbeiten "ausgebremst" wird.
Die "Geschwindigkeitsoptimierung" hat Western Digital gewiss nicht aus Spass durchgeführt. Im Internet gibt es nämlich zig Kommentare erboster SmartWare-Nutzer. Die schimpfen, dass die Software bis zu 95 Prozent CPU Leistung verbrät und sich auch übel an Speicher und Resourcen vergreift. Das macht bei einer Hintergrund-Backup-Lösung, die permanent läuft, natürlich keinen Spass.
Meine Entscheidung: zurück in den Laden mit diesem Schrott, Geld zurück verlangen.