ACPI und Co...

Powermanagement richtig konfigurieren

Powermanagement ist eine tückische Sache! Fehleinstellungen führen zu unstabilem PC-Betrieb. Schluss damit: Dieser Mega-Praxis-Workshop liefert alle Fakten zur perfekten Konfiguration der PC-Energieverwaltung - vom BIOS bis zur Windows-Systemsteuerung. Inklusive wichtiger Tipps zu Windows 2000! Von Michael Nickles

Das Powermanagement ist eine der größten Fehlentwicklungen, die sich die PC-Industrie in den vergangenen Jahren geleistet hat. Klar - es ist sinnvoll Energie zu sparen, den PC runterzudrosseln wenn er gerade ohnehin im Leerlauf arbeitet. Klar - es ist klasse, wenn der PC sich automatisch ausschaltet und ein Klick auf die Tastatur reicht um ihn hochzufahren. Klar - es ist toll einen PC über Modem oder Netzwerk aktivieren zu können. Alles wunderbar.

Nur funktioniert die Sache in der Praxis nicht zuverlässig. Je mehr Powermanagement im PC, deso vielfältiger wird die Palette der möglichen Ärgernisse: Dass der Monitor-Sparmechanismus beispielsweise den Bildschirm ausschaltet, sich aber dann zum Verrecken nicht wieder zurückholen läßt, das ist noch eines der Übel, die in die Klasse Pippifax fallen. Viel härter wird es, wenn ein PC plötzlich beginnt sich alleine, scheinbar willkürlich ein- und auschaltet. Wie immer brauchst Du eine Ladung Knowhow um bei diesem Irrsinn nicht den Verstand zur verlieren. Hier ist sie.

Im Zusammenhang mit Powermanagement kriegst Du ständig drei Begriffe zu hören, die gerne durcheinander gebracht werden:

Begriff Klartext
APM APM (Advanced Power Management) ist eine einfache Stromsparsache, die sich praktisch nur im BIOS abspielt. Für verschiedene Dinge wie Festplatten und Monitore lassen sich Inaktivitäts-Zeitspannen festlegen, nach deren Ablauf dieses Komponenten in den Standby-Modus, den Ruhezustand, geschaltet werden. Durch Maus- oder Tastendruck (oder anderem Ereignis) wird der Ruhezustand aufgehoben. Der alte Powermanagement-Standard existiert nach wie vor neben ACPI, funktioniert auch unabhängig vom Betriebssystem, wird also im BIOS erledigt.
ACPI Advanced Configuration and Power Interface: Am Stromsparstandard ACPI bastelt die Industrie bereits seit Mitte der 90er Jahre rum. ACPI bezeichnet GENRELL die Idee, dass elektronische Geräte sich gegenseitig aktivieren/deaktivieren können. Der Standard beschränkt sich nicht nur auf PCs sondern ist auch für Unterhaltungselektronik gedacht. Denkbar ist beispielsweise ein Fernseher, der sich automatisch einschaltet, wenn die Software der Satelliten-Empfangskarte im PC gestartet wird. ACPI ist die moderne Variante von APM, komplizierter und wird über das Betriebssystem gesteuert. ACPI beinhaltet auch die APM-Features.
OnNow OnNow bezeichnet einen PC, der niemals richtig ausgeschaltet ist - ähnlich wie ein Unterhaltungselekronik-Gerät im Standby-Betrieb, das per Fernbedienungs-Taste erweckt werden kann. OnNow soll zum PC führen, der per Tastendruck augenblicklich startbereit ist - also weg mit dem lästigen Bootvorgang. OnNow soll im PC anhand der ACPI-Spielregeln realisiert werden, ist also eine Untergruppe des ACPI-Standards.

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